17 weitere Realschulen beteiligen sich ab Schuljahr 2013/2014 an der Initiative MINT21

"Wir sind in Deutschland auf Innovationen in Naturwissenschaften und Technik angewiesen - Schulen legen die Grundlagen dafür."

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Kultusminister Dr. Spaenle, vbw-Hauptgeschäftsführer Brossardt und Dr. Hochholzer vom bbw betonen die Bedeutung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik für die Gesellschaft.

MÜNCHEN. 17 weitere Realschulen werden sich ab dem Schuljahr 2013/2014 an der Initiative MINT21 beteiligen. Die Initiative soll dazu beitragen, die bei vielen Schülern bestehende Zurückhaltung gegenüber Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu überwinden und ihr Interesse an diesen Fächern zu fördern. Bisher beteiligen sich 32 Realschulen in Bayern an der Initiative. Zusammen mit den neuen Modellschulen werden diese das Netz zur Stärkung der MINT-Fächer an den rund 350 Realschulen enger spannen.

Ziel der MINT21-Initiative ist es, junge Menschen frühzeitig an die modernen Naturwissenschaften und die Technik heranzuführen und die Anzahl von Schülerinnen und Schülern, die sich für den mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Zweig an ihrer Realschule entscheiden, zu erhöhen. Auf der Basis einer sehr guten Ausbildung in den MINT-Fächern wählen erfahrungsgemäß viele Absolventen ihre Ausbildungsberufe. Viele von ihnen streben eine weitere schulische Qualifikation und anschließend ein Studium statt.
Vor drei Jahren hatten die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) und das Bayerische Kultusministerium gemeinsam mit den Realschulen die Initiative Mint21 gestartet. Diese ist in die Weiterentwicklung der Realschulen unter dem Titel Realschule21 fest eingebunden.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle freut sich, „dass sich mit den 17 zusätzlichen Realschulen dann insgesamt 49 Realschulen der Förderung der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik besonders verschrieben haben. Die MINT-Fächer tragen ganz wesentlich zur Erklärung und Weiterentwicklung von Gesellschaft und Wirtschaft bei. Wir legen an unseren Schulen die Grundlagen für das Interesse der jungen Menschen an Mathematik, den Naturwissenschaften und deren Anwendung. Gerade die Bundesrepublik Deutschland mit ihrer sozialen Marktwirtschaft, dem erfolgreichsten Sozial- und Wirtschaftssystem, ist auf Innovationen in den MINT-Fächern angewiesen.“

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., betonte: „Laut der vbw-Studie ‚Arbeitslandschaft 2035' werden in Bayern 2020 rund 230.000 Fachkräfte fehlen. In der Metall- und Elektroindustrie ist der Fachkräftemangel bereits heute spürbar. Vor diesem Hintergrund brauchen wir mehr Schüler und vor allem Schülerinnen, die sich für den MINT-Bereich begeistern. Die MINT21-Initiative an Bayerischen Realschulen ist aus Sicht der Wirtschaft genau der richtige Ansatz, um die Begabungen der Jugendlichen zu erkennen und zu fördern und ihr Interesse für technische Berufe zu wecken. Realschul-Absolventen haben sehr gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz in der M+E-Industrie. Er bietet eine gute Vergütung und beste Karrierechancen.“

Dr. Andreas Hochholzer vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft unterstrich: „Die bestehenden MINT21-Realschulen sind mit sehr großer Begeisterung und Engagement dabei, die MINT-Kompetenzen an ihren Schulen zu verbessern und auszubauen. Diesen Enthusiasmus wünsche ich mir auch von den neuen Bewerbern um das MINT21-Logo.“

Bei der Veranstaltung wurde mit dem „Panorama MINT21“ ein neuer Leitfaden vorgestellt, den Andreas Hochholzer gemeinsam mit den bisherigen Modellschulen erarbeitet hat. Dieser zeigt Methoden und Wege auf, mit denen die ersten 32 Modellschulen bei ihren Schülerinnen und Schülern das Interesse an den MINT-Fächern wecken: Spannende Experimente im naturwissenschaftlichen Arbeiten und Unterricht spielen dabei ebenso eine Rolle wie „Forscherklassen“, also Klassen mit einem ausgeprägten Profil, Robotik-Gruppen, Wettbewerbe und genderspezifischer Unterricht, mit dem Lehrkräfte den Funken sowohl bei Mädchen wie bei Jungen für die MINT-Fächer überspringen lassen. Auch ein spezieller MINT-Tag an den Schulen sowie die Zusammenarbeit etwa mit Fachoberschulen und Hochschulen eröffnen für die Schülerinnen und Schüler der Realschulen Chancen für mehr Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

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Kultusminister Ludwig Spaenle und vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt überreicht der Realschule Landau die MINT21 Urkunde.