Erdbeben zerstört tansanische Partnerschule

Spendenaufruf der Landauer Realschule

Landau/Bilharamulo. Am 10. September erschütterte ein Erdbeben der Stärke 5,7 den afrikanischen Staat Tansania. Betroffen war die Region in der Nähe des Viktoriasees. Auch die Partnerschule der Viktor-Karell-Realschule wurde in Mitleidenschaft gezogen. „Es war so um drei Uhr nachmittags. Ich und andere Schüler waren gerade dabei, unsere Kleidung zu waschen, als auf einmal alles wackelte. Ich hatte solche Angst. Es hörte sich an, als ob ein Flugzeug abstürzen würde. Nach zwei Minuten war Gott sei Dank alles vorbei“, erzählt Justine Byarasobile, ein 17-jähriger Schüler der Seminarschule Katoke in Biharamulo. Diese zwei Minuten reichten aber aus, um Schäden in Höhe von ca. 21000 Euro am Gebäude zu verursachen. Viel schlimmer als die materiellen Schäden war jedoch, dass die tansanische Schule drei Verletzte beklagen musste, einer davon schwer. Mittlerweile sind alle drei aus dem Krankenhaus entlassen worden und es konnte eine Bestandsaufnahme gemacht werden. Es hatten sich viele Risse in einigen Klassenzimmern gebildet. Auch eine Mauer des Nahrungslagers der Schule war eingestürzt.

Der Lehrer und Priester Erasto Naakule, der letztes Jahr die Landauer Realschule besucht hatte, sieht inmitten der Zerstörungen aber einen kleinen Lichtblick: „Glücklicherweise ist wenigstens unser neues Chemielabor unversehrt geblieben.“ Er spricht damit das durch Spenden der Realschule, Landauer Bürger und des Lionsclubs errichtete Labor an. Schon seit vielen Jahren finanziert die Viktor-Karell-Realschule die Schulgelder für Schüler aus sehr armen Familien, die das Katoke-Seminar besuchen und unterstützt die Schule selbst. Den Kontakt hat vor über 20 Jahren Johann Duschl, pensionierter Realschullehrer und Mitglied des Dritte Welt e.V. Landau, hergestellt. Um beim Wiederaufbau einen kleinen Beitrag zu leisten, ruft die Landauer Realschule zu Spenden auf. Außerdem veranstaltet die SMV für die Schülerinnen und Schüler einen Kuchenverkauf, dessen Erlös ebenfalls gespendet wird. Wer selbst spenden möchte, kann dies unter „Dritte Welt e.V. Landau“, IBAN: DE 5074 2500 0000 2640 2958, BIC: BYLADEM1SRG, Stichwort: „Erdbeben Tansania“ gerne machen. Der Verein ist berechtigt, Spendenquittungen auszustellen. Bei weiteren Fragen können Sie sich mit der für die Betreuung der Schulpartnerschaft zuständigen Lehrkraft Josef Plank unter pl@rslandau.de in Verbindung setzen.

Lehrer und Priester Erasto Naakule vor dem zerstörten Nahrungslager

Jetzt zwei gebundene Ganztagsklassen

Realschule bietet ein breites Unterrichtsspektrum

 

Landau. Über eine weiterhin sehr gute Lehrerversorgung kann sich die Viktor-Karell-Realschule in diesem Schuljahr freuen. Das Kollegium wurde durch sieben neue Lehrkräfte ergänzt. Dadurch kann für die rund 700 Schülerinnen und Schüler über den Pflichtunterricht hinaus ein besonders breites Spektrum an Wahl- und Förderunterricht angeboten werden. Ausgewählt werden kann aus einer Vielzahl von musikalischen Aktivitäten von Schulband, Chor und Instrumentalmusik. Daneben gibt es die Möglichkeit sich in Licht- und Tontechnik, bei der Schülerzeitung, dem Schulradio und dem Schultheater zu engagieren. Zu den zahlreichen Angeboten im naturwissenschaftlichen Bereich gehören die Girls‘ Day Akademie, Robotik, Forscherklassen und Schüler experimentieren. Sportlich Interessierten wird ein differenziertes Sportprogramm geboten und Wissenslücken in den Hauptfächern können mit Förderstunden gefüllt werden. Natürlich sind auch die Schülerinnen und Schüler der Ganztagsklassen 5a und 6a bestens versorgt. Mit dem zweiten Jahrgang der Gebundenen Ganztagesschule sind nun alle dafür im Vorjahr fertiggestellten, modern ausgestatteten Unterrichts- und Betreuungsräume sowie die Mensa vollständig ausgelastet.

 

Am ersten Schultag wurden die Schüler und Schülerinnen aller vier fünften Klassen auf dem Pausenhof von ihren Klassenleitern sowie den Tutoren mit bunten Ballons empfangen. Nach dem ersten Kennenlernen im Klassenzimmer gab es einen kleinen Rundgang durch das Schulgebäude. Um den „Kleinen“ das Einleben in der neuen Lernumgebung zu erleichtern, haben Lehrer und Tutoren für die nächsten Wochen etliche Aktionen geplant, darunter Klassenraumgestaltung, Schulhausrallye und Kürbisfest.

 

Neue Lehrkräfte der Landauer Realschule mit Schulleitung: Daniela Lackner (Deutsch/Kunsterziehung), Gregor Schmidt (Englisch/Sport), Tina Loibl (Deutsch/Mathematik), Magdalena Mayer (Mathematik/Kunsterziehung), Zweiter Konrektor Alfred Heinz, Schulleiter Robert Taitsch, Konrektor Thomas Lippl, Maria Ammer (Mathematik/Katholische Religion), Lisa Salzberger (Englisch/Erdkunde) und Maria Wenzl (Mathematik/Wirtschaftswissenschaften) - von links.

 

 

Schulstart der Fünftklässler: Die Schülerinnen und Schüler der Ganztagsklasse 5a wurden von ihrer Klassenleiterin und den Tutoren herzlich empfangen.

 

Erdbeben in Tansania

Landau. Die tansanische Partnerschule der Viktor-Karell-Realschule wurde am vergangenen Samstag von einem Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen. Das Erdbeben der Stärke 5,7 ereignete sich um drei Uhr nachmittags. Durch die Erschütterungen wurden in der Region elf Menschen getötet und 192 verletzt. Das Katokeseminar in Biharamulo musste drei Verletzte verzeichnen, einer davon schwer. Es entstanden Risse in vielen Klassenzimmern und das Nahrungslager der Schule wurde zerstört. Ein ausführlicher Bericht folgt.

 

Preisverfall und zweites Standbein

Neuntklässler der Landauer Realschule besuchten einen Milchbetrieb

Landau. Am vergangenen Mittwoch besuchte die Klasse 9d der Viktor-Karell-Realschule bei hochsommerlichen Temperaturen den landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Zeller in Pilsting, um das im Unterricht erworbene Wissen über die Landwirtschaft zu festigen. Begleitet wurden die 23 Schülerinnen und Schüler von ihrer Erdkundelehrerin Britta Kühbeck und dem zweiten Konrektor Alfred Heinz, der Biologie und Chemie unterrichtet. Zuerst zeigte Johann Zeller den Besuchern einige seiner Felder, auf denen er unter anderem Kleegras, Mais, Wintergerste und -weizen als Futterpflanzen anbaut. Besonders eindrucksvoll war eine Mais-Versuchsparzelle, auf der die Auswirkung von Herbiziden bzw. der Verzicht darauf auf das Wachstum von Mais untersucht wird. Auch über die Eigenschaften des Bodens und seine gute Qualität sowie anspruchsvolle Pflanzen wie die Zuckerrübe, die die Zellers an die Zuckerfabrik Plattling liefern, wurde vor Ort gesprochen.

Nach einer kurzen Wanderung am Hof angekommen, wurden die Realschüler und ihre Begleiter sehr herzlich von Frau Zeller begrüßt. Johann Zeller hat das 1907 von seinem Urgroßvater gekaufte Anwesen vor 18 Jahren von seinem Vater übernommen und die Spezialisierung auf Milchwirtschaft ausgebaut. Unterstützt werden die Eheleute von ihren Töchtern und Schwiegersöhnen. Zurzeit sind 60 Milchkühe zu versorgen, die zweimal täglich gemolken werden müssen. Jeder Melkvorgang dauert gut zwei Stunden, auch wenn eine Menge arbeitserleichternde Technik zur Verfügung steht. Damit die Jugendlichen sich den Arbeitsablauf besser vorstellen können, hatte Luise Zeller beim morgendlichen Melken drei Kühe aufgespart und holte diese nun in den Melkstand. Die Zellers erhalten oft Besuch von Schulklassen, normalerweise aber von Grundschulkindern, doch auch für die Neuntklässler war vieles neu. Sie waren beispielsweise erstaunt, dass den Kühen das Anlegen der Melkmaschine keine Schmerzen bereitet und eine Kuh über 24 Liter Milch liefern kann. Die Schüler erfuhren auch, dass die Milch, auf vier Grad heruntergekühlt, jeden zweiten Tag von einem Molkereifahrzeug abgeholt wird.

Als zweites Standbein neben der Milchproduktion baut der Betrieb auf Direktvermarktung. Zu diesem Zweck wird Milch zentrifugiert und zu Butter verarbeitet. Die Besucher erhielten eine Vorführung der dafür notwendigen Zentrifuge. Auch Rohmilchkäse lässt Familie Zeller aus einem Teil der Milch herstellen. Milch, Butter, Käse und gelegentlich auch Fleisch von eigenen Tieren werden dann ab Hof verkauft. Danach wurden die verschiedenen Futtermittel in Augenschein genommen. Die Zuteilung von Kraftfutter erfolgt dabei je nach Milchleistung computergestützt über einen Transponder, den jedes Tier um den Hals trägt.

Zwischen den verschiedenen Abschnitten der Hofbesichtigung durften sich die Mädchen und Jungen mit kühlen Getränken erfrischen, die die Gastgeber in einer Art Klassenzimmer unter freiem Himmel serviert hatten. Auf einer großen Tafel, platziert zwischen den offenen Ställen von Milchkühen und Kälbern sowie Jungtieren, notierten die Realschüler Stichpunkte zu ihren Fragen. So entwickelte sich abschließend eine rege Diskussion über den Unterschied zwischen biologischer und konventioneller Landwirtschaft. Die Zellers erläuterten, warum sie zwar herkömmlich wirtschaften, dennoch aber chemischen Pflanzenschutz unter Einhaltung von pflanzenspezifischen Fruchtfolgeansprüchen und unter Beachtung von Schadschwellen erheblich reduzieren können und fast ausschließlich natürlichen Dünger in Form von Gülle verwenden. Besonders aktuell wurde das Gespräch, als es um den rapiden Milchpreisverfall der letzten Jahre und insbesondere seit dem Wegfall der Milchkontingente in 2015 ging. „Im Moment bekommen wir von der Molkerei nur noch 24,5 Cent pro Liter, was ca. zehn Cent unter unseren Erzeugerkosten liegt“, machte Johann Zeller die schwierige Lage deutlich. Doch auch wenn der 50 Hektar große Betrieb allein durch die Milcherzeugung momentan nicht überleben kann, will Familie Zeller ans Aufhören nicht denken. Dazu sind sie zu stark mit ihrem Hof und vor allem mit den Tieren, die alle einen eigenen Namen haben, verbunden. Dass die gerade in Brüssel beschlossenen Hilfsgelder für Milchbauern auch umgesetzt werden und eine Besserung ihrer Ertragslage bringen, daran glaubt die Familie nicht so recht. Skeptisch ist sie auch, was ein anderes agrarpolitisches Thema und seine Folgen für die Landwirte anbelangt: Nächstes Jahr soll nämlich auch das Zuckerkontingent fallen.

Für die Schülerinnen und Schüler war es ein sehr informativer und anschaulicher Vormittag, der ihnen die Landwirtschaft sehr viel näher brachte als es der Schulunterricht geschafft hatte. Sie und ihre Lehrkräfte bedankten sich bei Familie Zeller vielmals für die Zeit, die diese für die Hofführung investiert hatte.

Besuch auf dem Hof von Johann und Luise Zeller: Die Klasse 9d der Landauer Realschule informierte sich über Arbeitsabläufe und Probleme eines Milchbetriebs.

 

Girls go Technik 2016

Sehr geehrter Herr Taitsch,

sehr geehrte Frau Hagen,

sehr geehrte Damen und Herren der Realschule Landau,

ich möchte nochmals ganz herzlich „DANKE“ sagen für die gute Zusammenarbeit und die tolle Unterstützung zu unserer Veranstaltung Girls go Technik 2016.

Anbei schicke ich Ihnen Fotos zu – gerne auch zu Ihrer Verwendung für die Homepage etc., sowie unseren Pressebericht zur Veranstaltung Girls go Technik.

Wir werden die Veranstaltung im nächsten Jahr selbstverständlich fortführen. Ich würde mich freuen, wieder auf Sie und Ihre Realschule zukommen zu dürfen.

 

Hinweis:

Bewerbungszeit für Schüler/-innen der 9. Klassen: 01.08.2016 – 30.09.2016

Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit!

Freundliche Grüße

Birgit Steinhuber

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Werk Dingolfing

Birgit Steinhuber

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Zweites Leben dank Organspende

Informationen aus erster Hand für Zehntklässler der Realschule

Landau. In Deutschland würden sich laut Umfragen über 90 Prozent der Menschen im Falle einer schweren Erkrankung ein Spenderorgan transplantieren lassen, aber nur wenige besitzen einen Organspendeausweis. Warum ist das so? Beschäftigen wir uns ungern mit Tod und Krankheit? Fehlen gute Informationen? Verdrängen wir die Entscheidung? Viele Menschen leben dank Organspende ein neues, ein geschenktes Leben. Derzeit warten mehr als 10.000 Menschen – oft genug vergebens – auf ein rettendes Organ.

Um den Abschluss-Schülern die Möglichkeit zu geben, sich umfassend über die Themen Organspende, Spenderausweis und Transplantationsgesetz zu informieren, lud die Viktor-Karell-Realschule Fachleute und Betroffene ein: Der Beauftragte für Organspende, Intensivmediziner der Rottal/Inn-Kliniken aus Eggenfelden, Dr. Thomas Riedel stand den Schülern Rede und Antwort. Begleitet wurde er von seinem Kollegen, dem Gefäßchirurgen Dr. Jürgen Schießleder, der seit Jahren Dialysepatient ist und auf eine Nierenspende wartet. Eine persönlich betroffene Organempfängerin, Monika Haslbeck aus Dingolfing, berichtete anschließend von ihrer Nierentransplantation.

Dr. Riedel präsentierte einige Zahlen zur aktuellen Situation der Organspende in Deutschland und ging auf die rechtlichen Regelungen, auch im internationalen Vergleich, ein.

Der nierenkranke Dr. Schießleder schilderte seinen Alltag als Patient. Dreimal die Woche muss er zur Blutwäsche, was eine enorme zeitliche Einschränkung bedeutet. Er erläuterte die Kriterien, nach denen die wenigen Spenderorgane an die sehnsüchtig wartenden Patienten verteilt werden. Da auch die Wartezeit eine Rolle spielt (durchschnittlich 6,5 Jahre) ist zu befürchten, dass er noch Jahre warten muss. Beruflich macht Dr. Schießleder das Beste aus seiner Situation: Er verbindet in vorbildlicher Weise Arbeits- und Dialysezeiten und kann so seinen geliebten Beruf als Arzt weiterhin voll ausüben.

Im Anschluss zeigte Dr. Riedel verschiedenste Gesichtspunkte der Transplantationsmedizin anhand von Computertomographie-Aufnahmen, Bildern und Diagrammen auf. Ein wichtiger Aspekt im Rahmen der Organspende eines Verstorbenen ist die Hirntoddiagnostik, auf die der Mediziner detailliert einging, da viele Fragen und Ängste im Zusammenhang mit Organspende sich auf die Todesfeststellung beziehen.

Wegen des großen Mangels an Spenderorganen ist für einige Betroffene die Lebendspende die Rettung. In Deutschland ist die Spende von Organen unter Verwandten ersten oder zweiten Grades, zum Beispiel Eltern oder Geschwistern, erlaubt. Monika Haslbeck aus Dingolfing hatte das große Glück eine Lebend-Nieren-Spende von ihrer Mutter zu erhalten. Gefesselt hörten die Schüler den interessanten Ausführungen der Organempfängerin zu. Sie berichtete, dass man nach der Transplantation das Leben genießen kann, aber nicht alle Probleme behoben sind: So muss man auch Jahre nach der Transplantation täglich sehr viele Tabletten einnehmen, um eine Organabstoßung zu verhindern.

Schon während der Vorträge kam es zu zahlreichen Rückfragen der Schüler. Das große Interesse am Thema und den Hintergründen führte schnell zu einer angeregten Diskussion. Einige Bedenken und Vorurteile konnten dadurch ausgeräumt werden. Wir alle sind aufgefordert uns zu entscheiden, ob wir zu einer Organspende nach dem Tod bereit sind. Ziel der Veranstaltung war es, jedem Schüler alle notwendigen Informationen zu geben, um diese Frage verantwortungsbewusst selbst entscheiden zu können.

Dr. Thomas Riedel (links) und Dr. Jürgen Schießleder informierten über Organspende und Transplantationsmedizin. Monika Haslbeck erhielt durch eine Nierenspende ein neues Leben geschenkt.

 

Schul-Tshirts der Realschule Landau

Maschinentechnik hautnah ausprobieren und erfahren

Landauer Realschüler besuchten die Baumaschinenmesse

Landau/München. Am Donnerstag folgten 120 Schülerinnen und Schüler der Viktor-Karell-Realschule und ihre vier begleitenden Lehrkräfte der Einladung des Instituts für Talentförderung und des Verbandes Deutscher Maschinen- und Analgenbau (VDMA) und besuchten die Baumaschinenmesse (bauma) in München. Organisiert wurde die Fahrt von MINT-Koordinator Matthias Hanauer.

Begeistert waren die jugendlichen Messebesucher, die ihren Rundgang in Kleingruppen machen durften, vor allem von den riesigen Baumaschinen und Muldenkippern. Erstmals wurde bei der diesjährigen bauma auch der berufliche Nachwuchs in den Mittelpunkt gerückt. Auf einer Fläche von 3.000 Quadratmetern bot der VDMA ein umfangreiches Programm für Jugendliche an. Ziel der Initiative war es, das Interesse junger Menschen für Technik und die Bau- und Baustoffmaschinenindustrie zu gewinnen.

Bei vielen Messeständen konnten die Realschüler dann in den Fachgebieten Elektronik, Motoren, Hydraulik und Pneumatik experimentieren und herumschrauben: Sie hatten aber auch die Möglichkeit, einem jungen Mechaniker/innen-Team beim Arbeiten an „echten“ Baggern, Radladern und Bauaufzügen zuzusehen. In einer weiteren Halle, extra für den Nachwuchs, war das Motto „Steigt ein, probiert aus, erfahrt Maschinentechnik hautnah“. Außerdem erlebten die Schüler High-Tech-Maschinen, bei denen Sensortechnik, GPS, Lasersteuerungen oder alternative Antriebe verwendet wurden. So konnten die Schüler auch selber einen CAD-Arbeitsplatz, einen Schulungsroboter und ein Baustellensimulationsspiel ausprobieren.

Speziell für Schüler gab es auf der bauma einen eigenen Bereich unter dem Motto „Think Big“. Hier stellten sich große Unternehmen vor und zeigten ihre technischen Ausbildungsberufe. Hier erfuhren die Schüler, welche Ausbildungsberufe und Studienfächer es wo gibt, welche Qualifikationen sie mitbringen sollten oder wie die Ausbildung und das Studium ablaufen. Auszubildende und Studenten berichteten über ihre beruflichen Laufbahnen, ihre tägliche Arbeit, Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten, das Arbeiten im Ausland und die Faszination, die von Bau- und Baustoffmaschinen ausgeht.

Für die Landauer Realschüler war es ein beeindruckender Tag, der ihnen nicht nur eine große Vielfalt an riesigen Maschinen zeigte, sondern auch interessante Technik-Berufe näherbrachte.

Besuch auf der bauma: Die Landauer Realschülerinnen und –schüler bekamen interessante Einblicke in die Vielfalt an Baumaschinen und in technische Berufe.

Europa und TTIP bieten Chancen für Deutschland

MdB Gudrun Zollner diskutierte mit den Zehntklässlern der Landauer Realschule

Landau. „Wir haben der EU vieles zu verdanken, vor allem Frieden, was keine Selbstverständlichkeit ist.“ Mit diesen Worten leitete Zweiter Konrektor Alfred Heinz den Höhepunkt der europäischen Woche an der Viktor-Karell-Realschule ein. Dazu war Gudrun Zollner, Mitglied des deutschen Bundestags,  zu einer Diskussion mit den zehnten Klassen eingeladen.

Die gelernte Industrie- und Speditionskauffrau aus Wallersdorf hatte vor 40 Jahren 1976 als Landauer Realschülerin im sozialen Zweig ihren Abschluss gemacht. Deshalb betonte sie auch, dass Realschülern „viele Wege offen stehen“, aber auch, dass lebenslanges Lernen wichtig sei. Bevor die Diskussion begann, stellte Zollner kurz das Leben einer Bundestagsabgeordneten vor. Ihr politisches Interesse wurde durch den Sozialkundeunterricht in der Realschule geweckt.

Auch räumte sie mit dem Vorurteil auf, dass der Plenarsaal des Bundestages immer halb leer wäre. Denn Gesetze durchlaufen verschiedene Etappen, neben Ausschusssitzungen gibt es verschiedene Lesungen, bei denen die Experten der Parteien anwesend seien. Die Bundestagsabgeordnete ist selbst Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie im Sportausschuss. Vor allem die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Beziehungen, der Ausbau der Ganztagesschulen und Alleinerziehende liegen ihr am Herzen. Bei letztgenannter Gruppe engagiert sie sich besonders, da sie selbst als Alleinerziehende viele Hürden überwinden musste.

Die Arbeitswochen sind für Bundestagsabgeordnete genau durchgeplant. Neben Landesgruppen-, Arbeitsgruppen- und Bundestagssitzungen nimmt Zollner am Wochenende dann Termine im niederbayerischen Wahlkreis wahr.

Frau Zollner wies weiter auf Vorteile der EU für Schüler hin: z. B. den Europäischen Sozialfond, durch den Handwerksmeister in Schulen ihre Berufe vorstellen, oder die Abschaffung von Roaminggebühren. Auch die lange Phase des Friedens in Europa oder das Gefühl der Freiheit durch offene Grenzen sind Errungenschaften der Europäischen Union. Deshalb warnt sie vor dem Zerfall, denn die EU -Mitgliedsstaaten sind in einer schwierigen Situation. Die Außengrenzen sind nicht so gut gesichert und viele wollen keine Flüchtlinge aufnehmen. Aber Solidarität ist wichtig bei der Verteilung der Menschen. Dabei bringen pauschale Verurteilungen von Flüchtlingen nichts, denn viele wollen sich integrieren, einige haben weniger Interesse. Deshalb muss die Integration gefördert, aber Missbrauch einschränkt werden.

Mit Europa beschäftigten sich auch die vielen Fragen der Abschlussschüler. Auf TTIP angesprochen, antwortete Zollner, dass Deutschland vom Export lebe. Wenn Europa dieses Abkommen nicht einginge, dann würden es die USA mit Asien abschließen. Aber sie sieht durchaus die geringe Transparenz negativ. Im Wirtschaftsministerium steht ein kleiner Raum zur Einsichtnahme der Dokumente zur Verfügung. Diese seien aber in englischer Rechtssprache und daher schwierig zu verstehen. Wichtig ist ihr, dass die Festlegung von Verbraucherstandards nicht zu Lasten der Verbraucher selbst gehen.

Auf die Frage einer Schülerin nach der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, antwortete die CSU Politikerin, dass es eingetragene Partnerschaften, die mit der Ehe gleichgestellt sind, gibt. Aber Benennung „Ehe“ und die Adoption von Kindern sind schwierig durchzusetzen. Die letzten Themen der Schülerinnen und Schüler betrafen die Terrorgefahr in der EU und der Fall Böhmermann. Ersteres besteht ihrer Meinung nach auch in großen deutschen Städten. Sie selbst nehme eine verstärkte Polizeipräsenz in Berlin wahr und sah selbst bei einem Besuch in Brüssel die vielen schwer bewaffneten Soldaten. Zu Jan Böhmermann selbst kann gestritten werden, was Satire darf. Sie persönlich findet das Gedicht nicht so gelungen, aber man müsse es im Kontext mit der gesamten Sendung Böhmermanns sehen. Aber darüber würden die Gerichte entscheiden. Wichtig sei, dass die Presse- und Meinungsfreiheit ein besonderes Gut ist und verteidigt werden muss. Am Ende der Diskussion überreichte Alfred Heinz der Bundestagsabgeordneten eine Flasche deutschen Rotwein mit der Bemerkung, dass es durch den Klimawandel mittlerweile auch sehr gute Rotweine in Deutschland gäbe.

Diskussion an der Landauer Realschule: Bundestagsabgeordnete Gudrun Zollner beantwortete viele Fragen der Abschlussschüler.

 

Einweihung Neubau

Älteste Realschule Bayerns erstrahlt im neuen Glanz „Wir haben nicht nur das Notwendige, sondern auch das Wünschenswerte realisiert“, versicherte Landrat Heinrich Trapp beim Festakt anlässlich der feierlichen Einweihung des Um- und Erweiterungsbaus am Freitag, den 29. April. Für rund 5,5 Millionen Euro war die Landauer Realschule in den vergangenen zweieinhalb Jahren großzügig erweitert und umgebaut worden. Nun herrschen dort für die mittlerweile über 700 Schüler perfekte Voraussetzungen, in einem optimalen Umfeld für das Leben zu lernen. Dies betonte auch Bernd Sibler, Staatssekretär im Bayerischen Kultusministerium in seiner Festrede: „Wir haben in Bayern keine Rohstoffe, daher müssen wir auf das Gold in den Köpfen setzen“, so der Politiker. Dem stimmte Realschuldirektor Robert Taitsch zu: „Wir haben jetzt optimale Rahmenbedingungen. Das ist zwar kein Garant, aber eine wichtige Voraussetzung für schulischen Erfolg.“ Und in seinem Grußwort ergänzte er: „Von allen hier Anwesenden freue ich mich wohl am meisten.“ Spürbar stolz war auch Architekt Joachim Wagner bei der symbolischen Schlüsselübergabe: „Es ist ein Gebäude, das nicht nur funktioniert. Das Bauwerk kann sich wirklich sehen lassen.“ Der Festakt, an dem neben zahlreichen Ehrengästen auch die Klassensprecher und das Lehrerkollegium teilnahmen, wurde umrahmt von vielen musikalischen und sportlichen Programmpunkten. Nach der Segnung der Kreuze für die 17 neuen Räume durch Stadtpfarrer Christian Kriegbaum und Pfarrer Klaus-Ulrich Bomhard griff sogar noch der Schulleiter zum Akkordeon und leitete zusammen mit drei Lehrkräften mit der „Brotzeitpolka“ zum gemeinsamen Mittagessen in der neuen Mensa über. Außerdem gab es im Anschluss an den Festakt Gelegenheit, das neue Schulhaus genauer in Augenschein zu nehmen. Ab 14 Uhr schloss sich dann ein Tag der offenen Tür an, bei dem sich alle Interessierten und vor allem die zukünftigen Fünftklässler und ihre Eltern ein genaues Bild von der neuen Schule, die die älteste Realschule Bayerns ist, machen konnten.

Landauer Realschüler bei der Diözesanjugendwallfahrt nach Altötting

Am Freitag 08.04. startete eine 18-köpfige Schülergruppe der Staatl. Realschule Landau mit ihren drei Begleitlehrkräften Gabriele Grabmeier, Michael Berger und Thomas Lippl zur diesjährigen Jugendwallfahrt nach Altötting. Der Startschuss der Wallfahrt fiel um 7 Uhr in Osterhofen-Altenmarkt. Unter dem Motto „Brich auf“ machten sich die Realschüler von dort aus auf den Weg in das 84 Kilometer entfernte Altötting.

 

Am ersten Tag pilgerte die Gruppe von Osterhofen-Altenmarkt nach Pfarrkirchen. Nach 42 beschwerlichen Kilometern dort angekommen, erfolgte die Quartierverteilung in der Mehrfachturnhalle. Nach einem deftigen Abendessen waren die ersten Schmerzen und Blasen fast schon wieder vergessen. Bereits um 5 Uhr des nächsten Tages mussten alle wieder parat stehen, um sich für die Endrunde von Pfarrkirchen nach Altötting bereitzumachen. Nach wiederum vielen Kilometern war es dann um 17:30 Uhr endlich so weit, der Einzug im lange ersehnten Altötting wurde wahr. Voller Freude und Stolz zogen die Landauer gemeinsam mit ihrem Schulleiter Robert Taitsch und dessen Gattin in den Kapellplatz ein.

 

Einige Höhepunkte der Wallfahrt waren mit Sicherheit die Übernachtung in der Turnhalle, das persönliche Gespräch mit Bischof Stefan Oster während der Mittagspause in Perach sowie der Gottesdienst in der Basilika mit anschließender Lichterprozession.

 

Gegen 22 Uhr trat die Wallfahrtsgruppe dann schließlich die Heimfahrt nach Landau an.

 

„Es war ein tolles Erlebnis an dieser Wallfahrt teilgenommen zu haben. Wir hatten trotz Schmerzen und vieler Blasen an den Füßen viel Freude und Spaß, waren sich die Teilnehmer einig.“

 

Eine wohlverdiente Pause im Verpflegungscamp Grabmeier

 

 

Vom Notizzettelhalter zum Bordnetz

Landauer Girls‘ Day Akademie besuchte DRÄXLMAIER in Vilsbiburg

Landau. Eigene Stärken entdecken, handwerkliches Geschick austesten, interessante Firmen kennenlernen – die meisten technikinteressierten Schülerinnen fiebern aus diesen Gründen dem offiziellen Girls' Day am 28. April entgegen.  Für die 15 Teilnehmerinnen der Girls' Day Akademie der Viktor-Karell-Realschule sind solche Praxistage, die für sie seit September wöchentlich stattfinden, eigentlich schon Routine. Doch der Besuch bei dem Automobilzulieferer DRÄXLMAIER in Vilsbiburg wurde zu einem Highlight des Projekts, das heuer im dritten Durchgang läuft.  Barbara Gerber, die Leiterin der Internationalen Ausbildung bei DRÄXLMAIER, hatte die Landauer Technikmädchen aus der achten Jahrgangsstufe und ihre Betreuerinnen vor kurzem zu einem ganztägigen Besuch nach Vilsbiburg eingeladen.

Ausbilder Andreas Mühlbauer empfing die Gäste herzlich und stellte ihnen zunächst mit einem Film die  Organisation und Produktionswerke der weltweit engagierten DRÄXLMAIER Group vor.

Danach ging es zu einer größeren Praxiseinheit in die Ausbildungswerkstatt. Ausbilder Georg Dax und sechs Auszubildende halfen den Besucherinnen einen Notizzettelhalter aus Metall zu fertigen. Dabei fiel den Gastgebern positiv auf, dass ihre neuen „Auszubildenden“ bereits durchaus gute Fertigkeiten in den grundlegenden Techniken der Metallbearbeitung hatten. Die praktischen Arbeitsschritte wurden zusätzlich mit Theoriebögen abgefragt und gefestigt.

Die Mittagspause verbrachten die jungen Gäste in der Kantine. Neben zahlreichen Auszubildenden trafen die Schülerinnen dort auch Praktikanten, die auf der Suche nach ihrem Traumberuf in das Unternehmen schnupperten.

Im Anschluss gab es für die Landauerinnen eine exklusive Führung in zwei Gruppen durch die Produktion sowie die Abteilung Forschung und Entwicklung. Dabei wurde den Realschülerinnen vor allem das Bordnetz, ein Produkt von DRÄXLMAIER, mit seinen vielen Hundert Meter langen Kabelsträngen nähergebracht. Auch die Abteilungen Modellbau und Fahrzeuginnenausstattung, wo unter anderem  die Werkstoffe Holz und Leder verarbeitet werden, beeindruckten die Mädchen.

Wieder zurück im Schulungsraum drehte sich zum Abschluss alles um die zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten bei DRÄXLMAIER. Andreas Mühlbauer nahm sich Zeit, um den Landauer Technikmädchen den Ablauf des Auswahlverfahrens genau zu erklären. Dabei gab er nützliche Insider-Tipps zu Stolperfallen, die Bewerber vermeiden sollten. Er betonte, wie wichtig der DRÄXLMAIER Group die Förderung von Mädchen in Technikberufen sei. Mühlbauer strich auch die hohe Übernahmequote von DRÄXLMAIER heraus. „Nach diesem interessanten Tag kann ich mir gut vorstellen, mich für ein Praktikum oder eine Ausbildung zu bewerben“, so die Schülerinnen. Besonders attraktiv ist es für die Mädchen, dass es ein großes DRÄXLMAIER Werk in Landau sowie einen Werksbus-Pendeldienst nach Vilsbiburg gibt.

Die „Girls´ Day-Akademie“ wird im Schuljahr 2015/2016 an der Viktor-Karell-Realschule Landau, zwölf weiteren bayerischen Realschulen sowie einem Pilotgymnasium angeboten. Träger des Projekts sind die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Landshut und der Regionaldirektion Bayern. Das Projekt richtet sich an Mädchen der siebten bis zehnten Jahrgangsstufen und findet zusätzlich zum regulären Unterricht statt. Ziel des Projekts ist es, Schülerinnen für Technik zu begeistern und ihr Berufswahlspektrum im Hinblick auf naturwissenschaftlich-technische Berufe zu erweitern. Die Mädchen erhalten eine praxisorientierte und vertiefte Berufsorientierung und setzen sich intensiv mit naturwissenschaftlich-technischen Ausbildungsberufen und Studiengängen auseinander. Dazu kooperiert die Schule mit Unternehmen, weiterführenden Schulen, Hochschulen und weiteren externen Partnern vor Ort.

Mit „Pack ma‘s“ gegen Gewalt

Realschule Landau bot Präventionsseminar für Siebtklässler an

Landau. Prävention nimmt im schulischen Bereich einen immer größeren Stellenwert ein. Das Verhalten gegenüber Mitmenschen und das Verhindern von Gewalt sind zentrale Schlüsselpunkte in der Erziehung von Jugendlichen. Dies hat sich auch die Viktor-Karell-Realschule in vielen Aktionen und im Unterricht über das ganze Schuljahr verteilt zum Ziel gemacht. Nun konnte ein neues Seminar angeboten werden: „Pack ma‘s“ basiert auf den Inhalten und Erfahrungen aus dem Programm „zammgrauft“, einem Präventionsprogramm des Polizeipräsidiums München. Hier wird auf spielerische Weise den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, Erfahrungen zu erleben und Fähigkeiten zu fördern, um in Krisensituationen und im zwischenmenschlichen Bereich angemessen zu handeln. Dabei beinhalten die Themen alltägliches Mobbing bis hin zu Gewalttaten auf der Straße.

Mit Hilfe der beiden als Mediatoren geschulten Lehrkräfte Patricia Scherm und Josef Plank fand nun zum ersten Mal in einer siebten Klasse dieses zweitägige Projekt statt. Bei einer fingierten Busfahrt beispielsweise machten die Lehrkräfte auf richtiges Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln aufmerksam und schärften die Verhaltensweisen der Teilnehmer. Aber auch die Stärkung der Klassengemeinschaft stand ganz oben auf der Agenda. So mussten einige Schüler mit nur ineinander gestreckten Armen einen Mitschüler auffangen, der sich rückwärts von einem Tisch fallen ließ. Zum Thema Gewalt konnten die Schüler Ereignisse frei auf einer Skala von 0 bis 100 zuordnen. Dabei wurde schnell klar, dass jeder unter Umständen ein anderes Empfinden hat, was Gewalt ist. Denn nur das Opfer legt fest, wann Gewalt vorliegt. Gewonnene Erkenntnisse und Verhaltensregeln wurden auf einer Flipchart selbst erarbeitet, die dann im Klassenzimmer ihren Platz fand. So können sich die Schülerinnen und Schüler immer wieder daran orientieren. Um nachhaltig zu arbeiten werden von Zeit zu Zeit die Inhalte von den Lehrkräften wiederholt. Bei der Schlussbesprechung fiel die Resonanz der Jugendlichen positiv aus, so dass die Möglichkeit besteht, ein gutes Klima aufrecht zu erhalten.

„Pack ma’s“ an der Landauer Realschule: Die Schülerinnen und Schüler der 7e durften ein zweitägiges Präventionsseminar absolvieren.

Niederbayerischer Vizemeister im Alpinen Skilauf

Erfolg des Rennteams der Landauer Realschule am Arber

 

Landau. Bei den Niederbayerischen Meisterschaften im Alpinen Skilauf am Großen Arber gelang dem Rennteam der Viktor-Karell-Realschule mit dem zweiten Platz ein beachtlicher Erfolg. Mit der Vizemeisterschaft bestätigten die Rennläufer ihr großes Können. Galt es doch, sich bei der sehr starken Konkurrenz auf der Weltcupstrecke zu behaupten.

 

 

Das erfolgreiche Rennteam der Landauer Realschule: Timo Schöfer, Max Schönhofer, Florian Schönhofer, David Detterbeck und Sandro Obermeier (von links) freuten sich über die Vizemeisterschaft.

 

Hologramm und Wechselblinker

Landauer Technik-Mädchen besuchten die TH Deggendorf Landau. Auch im dritten Projektjahr der Girls‘ Day Akademie fördert die Viktor-Karell-Realschule wieder das Interesse an Technik und Naturwissenschaften einer handverlesenen Gruppe von Schülerinnen. In Ergänzung des bewährten Programms von Berufsorientierung, Firmenexkursionen und praktischen Einheiten wurde heuer erstmals der Kontakt zur Hochschulwelt gesucht. Die 15 Teilnehmerinnen der achten Jahrgangsstufe und ihre Betreuerinnen Andrea Rücker und Britta Kühbeck waren vor den Faschingsferien zu Besuch an der TH Deggendorf.

Die MINT-Koordinatorinnen Andrea Stelzl und Angelika Hable begrüßten die Gäste aus Landau und stellten in einem einführenden Vortrag die THD, ihre Studiengänge und diverse technische Berufsfelder vor. Danach stand ein Rundgang durch die Labore des Studienganges Medientechnik auf der Tagesordnung. So besichtigten die Mädchen das neue Fernsehstudio von „doschauher.tv“ und schauten hinter die Kulissen des hochschuleigenen Online-Fernsehprojekts. Weiter ging es in den „Reflexionsarmen Raum“, der komplett auf Federn gelagert ist. Dieser Raum ist derart schallisoliert, dass im Innern abgespielte Töne nur ganz „trocken“, also in ihrer Reinform, gehört werden können. Dies demonstrierte ein Laboringenieur sehr eindrucksvoll mit seiner Okarina, einer bauchigen Tonflöte. Zunächst spielte er eine kleine Melodie im Treppenhaus des Gebäudes: Hier hallten die Töne wegen der großen Glasflächen, die das Treppenhaus über mehrere Etagen einkleiden, vielfach wider. Danach ließ er die Melodie noch einmal im „Reflexionsarmen Raum“ ertönen und es war weiter nichts zu hören, als die einzelnen angespielten Töne, ohne jede Verstärkung und ohne Hall. Nach dieser beeindruckenden Demonstration ging es weiter ins Tonstudio, in den Abmischraum und ins Radiostudio, in dem die Studierenden des Studiengangs Medientechnik Live-Sendungen unter dem Namen Radio „WebWelle“ produzieren. Diese Produktionen sind online zu hören, in Teilen laufen sie aber auch bei Sendern wie „Unser Radio“ und „Radio AWN/Straubing“. Nach der Mittagspause in der THD-Mensa durften sich die jungen Besucherinnen praktisch betätigen. Zunächst bauten sie unter Anleitung eine kleine Pyramide aus Folie, die dann auf das Display ihres Smartphones gestellt, ein Hologramm projizierte. Die zweite praktische Aufgabe war handwerklich anspruchsvoller. Es ging dabei um den Bau eines Wechselblinkers. Nach dem genauen Studium des Schaltplans durften LED-Lämpchen, Widerstände, Schalter und Kondensatoren sowie notwendigen Kabelkontakte auf Steckplatten montiert werden. Helfend zur Seite standen den Mädchen die Laboringenieure des Studiengangs Elektro- und Informationstechnik. Sie führten bei jedem einzelnen Steckbausatz die „Endabnahme“ durch und gaben das Werkstück frei. Erst dann durfte es unter Strom gesetzt werden. Nicht wenige der Mädchen freuten sich, als die Lämpchen gleich im ersten Anlauf zu blinken anfingen.

Viel zu schnell ging der interessante Tag vorüber, an dem die Realschülerinnen viel entdecken und experimentieren konnten. Leider war für die ebenfalls vorbereiteten Experimente zum Technikbereich „Bionik“, bei dem Leistungen der Natur nachgeahmt werden, nur noch wenig Zeit. Bei dem abschließenden Gruppenbild auf dem Hochschulcampus trösteten die Gastgeberinnen aber damit, dass die Mädchen gerne noch einmal wiederkommen dürften, einige von ihnen vielleicht sogar später einmal als Studierende.

Die „Girls´ Day-Akademie“ wird im Schuljahr 2015/2016 an der Viktor-Karell-Realschule Landau, zwölf weiteren bayerischen Realschulen sowie einem Pilotgymnasium angeboten. Träger des Projekts sind die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Landshut und der Regionaldirektion Bayern. Das Projekt richtet sich an Mädchen der 7. bis 10. Jahrgangsstufen und findet zusätzlich zum regulären Unterricht statt. Ziel des Projekts ist es, Schülerinnen für Technik zu begeistern und ihr Berufswahlspektrum im Hinblick auf naturwissenschaftlich-technische Berufe zu erweitern. Die Mädchen erhalten eine praxisorientierte und vertiefte Berufsorientierung und setzen sich intensiv mit naturwissenschaftlich-technischen Ausbildungsberufen und Studiengängen auseinander. Dazu kooperiert die Schule mit Unternehmen, weiterführenden Schulen, Hochschulen und weiteren externen Partnern vor Ort.

Auf dem Campus der Technischen Hochschule Deggendorf: Die Teilnehmerinnen der Landauer Girls‘ Day Akademie durften viel entdecken und experimentieren. Durch den Tag führten sie die MINT-Koordinatorinnen Andrea Stelzl (rechts) und Angelika Hable.

„Lesen für Tansania“ findet viele Spender

Landauer Realschule unterstützt auch dieses Jahr ihre afrikanische Partnerschule

Landau. Das suahelische Wort „Asante“ bedeutet so viel wie „Danke“ und dieses Gefühl der Dankbarkeit dürfte letzte Woche auch Erasto Naakule, Leiter des Fördervereins, in Tansania verspürt haben, als er erfuhr, dass die Spendenaktion der Landauer Realschule erfolgreich abgeschlossen wurde. Nachdem letztes Jahr der Bau eines Chemielabors ermöglicht wurde, finanziert die Viktor-Karell-Schule seit vielen Jahren die Schulgelder für Schüler aus sehr armen Familien, die die Seminarschule Katoke in Bilharamulo/Tansania besuchen. Um Spendengelder für die Partnerschule zu sammeln, wurde die Aktion „Lesen für Tansania“ von der Redaktion der Schülerzeitung ins Leben gerufen. Im neunten Durchgang lasen heuer 140 Realschülerinnen und -schüler seit Beginn der Weihnachtsferien in ihrer Freizeit selbstständig Bücher. Sponsoren, z. B. die Eltern, belohnten ihren Leseeifer mit einer zuvor vereinbarten Seitenspende.

Nun sind die letzten Lesepässe eingegangen und es konnte der Kassensturz gemacht werden: Die fleißigsten Leser kamen dieses Jahr aus der sechsten Jahrgangsstufe. Die Klasse 6a mit Klassenleiter Josef Altmann spendete 158,34 EUR und las 6115 Seiten. Insgesamt wurden 41726 Seiten gelesen, die eine Spendensumme von 1330,97 EUR einbrachten. Auf die Frage, warum die Jugendlichen an dem Projekt teilnehmen, kam am häufigsten die Antwort, den afrikanischen Kindern helfen zu wollen. Auch wurde dabei nicht davor zurückgeschreckt, das eigene Taschengeld zu spenden.

Realschuldirektor Robert Taitsch zeigte sich beeindruckt von dem sozialen Engagement seiner Schüler, das gleichzeitig noch der immer wichtiger werdenden Leseförderung dient, und bedankte sich für die rege Teilnahme und die Spendenbereitschaft der Sponsoren sowie beim Organisator der Aktion, Studienrat Josef Plank. Erasto Naakule wurde schon per Mail die freudige Botschaft übermittelt. „Ich freue mich sehr und danke der Schule für die großartige Arbeit“, so die erste Reaktion aus Tansania. Seit über zwanzig Jahren besteht nun schon diese Partnerschaft, „insgesamt konnten bisher 154 Schüler unterstützt werden“. Zurzeit arbeitet Naakule daran, die Wasserversorgung für 16000 Menschen im Einzugsgebiet der Schule zu verbessern: „Das Projekt ist für die Schule und die Nachbarschaft wichtig. Wir haben uns Erdbohrer und Pumpe angeschafft und verschiffen beides nach Tansania, um durch Tiefenbohrung die Wasserversorgung der Region sicherzustellen.“

In Tansania besitzen lediglich fünf Prozent der Bevölkerung zuhause einen Wasseranschluss, nur 40 Prozent haben überhaupt Zugang zu sauberem Wasser. Die Spendengelder der Realschule sollen aber vor allem Mädchen eine notwendige Schulbildung zukommen lassen. Auch Kindern, die nicht den ganzen Schulgeldbetrag zahlen können, soll geholfen werden, denn ohne eine ausreichende Schulbildung sind die Aussichten auf eine Berufsausbildung schlecht. Zurzeit sind an der Partnerschule 355 Schüler eingeschrieben, die von 21 Lehrkräften unterrichtet werden. Mittlerweile hat sich die Einrichtung als weiterführende Schule auf das College in Tansania etabliert.

Lesen für Tansania: Schulleiter Robert Taitsch dankte den Schülerinnen und Schülern für die Unterstützung der afrikanischen Partnerschule. Mit im Bild Josef Plank, Organisator und betreuende Lehrkraft der Schülerzeitung sowie Klassenleiter Josef Altmann.

Partner des Bayerischen Rundfunks

Schulradio der Landauer Realschule besuchte Workshop „TurnOn“

Landau. Ein kleines Jubiläum, das auch gefeiert werden darf: Vor fünf Jahren wurde Radio RSL, der Schulradiosender der Viktor-Karell-Realschule, gegründet. Nach den Erfolgen der letzten Jahre und dem Ausscheiden erfahrener Redakteure fanden sich in diesem Schuljahr viele neue Jungradioreporter ein, um das Schulradio weiter auszubauen. Unterstützt wird das Projekt auch dieses Mal wieder vom Bayerischen Rundfunk. Dieser lud in der vergangenen Woche fünf Schülerinnen und Schüler sowie die Betreuungslehrkräfte Jörg Ludwig und Josef Plank zum zweitägigen Workshop in das Funkhaus nach München ein, bei dem die wichtigsten Radioformen nebst Praxis eingeübt wurden. So erfuhren die Jugendlichen in verschiedenen Workshops, an denen 120 Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern teilnahmen, wie man eine Umfrage oder ein Interview richtig gestaltet. Aber auch die Reportage vor Ort kam dabei nicht zu kurz. Dass Radiohören und Radiomachen gänzlich unterschiedliche Dinge sind, wurde den Teilnehmern schon klar, als sie einen Bahnpolizisten interviewen und eine Umfrage zum winterlichen Wetter machen durften. Die Redakteure des Bayerischen Rundfunks gaben wertvolle Tipps bei der Aufnahme sowie im Umgang mit der Technik. Der zweite Tag stand im Zeichen der Sendung. Nun konnten die einzelnen Teams ihre Beiträge vorstellen.

Nach einer ausführlichen Besprechung kehrten die nun frischgebackenen Radioprofis am späten Nachmittag zurück nach Landau, um die nächste Sendung in Angriff zu nehmen. Diese wird am Unsinnigen Donnerstag ausgestrahlt. Hierzu sind schon wieder spannende Themen wie „Die besten Kostümtipps“, „Best of Hausaufgabenausreden“ oder „Faschingshits 2016“ in Arbeit. Als offizielle Partnerschule des Bayerischen Rundfunks nimmt das RSL Team natürlich auch wieder am „TurnOn“ Schulradiowettbewerb teil. Dabei unterstützt der bekannte Reporter Harald Mitterer aus Mamming wie die Jahre zuvor die Landauer Realschule.

Die Radio-Macher der Landauer Realschule: Fünf Schulradiomitglieder sowie die Betreuungslehrer Jörg Ludwig und Josef Plank wurden zu einem Workshop des Bayerischen Rundfunks nach München eingeladen.

Weihnachtliche Rechenaufgaben gelöst

Landau. Auch in diesem Schuljahr gab es an der Viktor-Karell-Realschule wieder einige fleißige Schülerinnen und Schüler, die beim Wettbewerb „Mathe im Advent“ mitgemacht haben. Die erfolgreichsten Teilnehmer aus den Klassen 5b, 6a, 6d und 7b erhielten eine Urkunde.

 

„Mathe im Advent“ ist ein digitaler Adventskalender, bei dem die Teilnehmer täglich eine weihnachtliche Matheaufgabe im Internet lösen müssen. Dabei handelt es sich jedoch um keine gewöhnlichen Matheübungen, sondern vielmehr um abwechslungsreiche Aufgaben, bei denen Kreativität und Kombinationsgeschick gefragt sind. Bei einer Aufgabe sollten die Schüler beispielsweise überlegen, wie viele Weihnachtsstollen pyramidenförmig angeordnet wurden. Da die Aufgaben teilweise sehr anspruchsvoll sind, werden den Schülern vier Antwortmöglichkeiten zur Verfügung gestellt, von denen sie die richtige auswählen müssen.

 

Dieser Wettbewerb wird bereits seit 2008 von dem DFG-Forschungszentrum Matheon organisiert. Durch „Mathe im Advent“ sollen die Schüler einen Einblick in die Vielseitigkeit der Mathematik bekommen. Als kleiner Ansporn werden unter den besten Teilnehmer landesweit tolle Preise verlost. Obwohl die Schüler der Landauer Realschule kein Losglück hatten und keinen Preis gewonnen haben, wurden sie auf eine ganz besondere Art auf Weihnachten eingestimmt.

 

„Mathe im Advent“: Die besten Schülerinnen und Schüler erhielten ihre Urkunden. Mit im Bild Schulleiter Robert Taitsch und Wettbewerbsbetreuerin Kristina Klingshirn.

 

 

Korma und Krautsalat

Landauer Realschule lud Flüchtlinge zum gemeinsamen Kochen ein

Landau. Auch in der unteren Stadt leben seit einiger Zeit unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. So kam die Viktor-Karell-Realschule auf die Idee, durch gemeinsame Aktionen Kontakte zwischen ihren Schülerinnen und Schülern und den Flüchtlingen aufzubauen und damit auch noch deren Spracherwerb zu fördern.

Kürzlich trafen sich in der Schulküche einige Schüler mit den afghanischen Flüchtlingen zum gemeinsamen Kochen. Die Gäste bereiteten Korma zu, einen asiatischen Eintopf mit Hähnchen und viel Gemüse, dazu gab es Reis. Da sie auch Kartoffelgerichte schätzen, berücksichtigte Fachoberlehrerin Ingrid Ast dies bei der Speisenauswahl. So wurden miteinander eine feine Kartoffelsuppe, ein Kartoffelgratin, Thymiankartoffeln und Krautsalat zubereitet. Zum Nachtisch gab es einen Kuchenmichl und Quarkcreme. Zudem wurden Schokoberge gebacken.

In entspannter Atmosphäre konnten Sprachbarrieren schnell abgebaut und Küchengeheimnisse ausgetauscht werden. Nach knapp zwei Stunden wurden dann die zubereiteten Kreationen im festlich geschmückten Speisesaal gemeinsam gegessen – es schmeckte hervorragend. Beeindruckt zeigten sich die Realschüler von den Deutschkenntnissen der Flüchtlinge, die sie zum Teil in nur wenigen Monaten erworben haben. Für alle Beteiligten war es ein aufregendes Erlebnis – Fortsetzung folgt.

 

Treffpunkt Schulküche: Realschüler kochten zusammen mit afghanischen Flüchtlingen.

 

Von Afghanistan nach Bayern

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge trafen Landauer Realschüler

 

Landau. In Zeitungen und Fernsehsendungen, in den Familien, am Arbeitsplatz und im Unterricht wird in den letzten Monaten das Thema Flüchtlinge und deren Integration heiß diskutiert. Auch in Landau sind Hunderte von Menschen aus Krisengebieten der Welt untergebracht, die vor Krieg und Terror geflohen sind. Besonders hart haben es die unbegleiteten Jugendlichen, die ohne ihre Eltern ganz allein auf sich gestellt sind.

 

Am vergangenen Freitag waren zwei Jungen aus Afghanistan zusammen mit ihrer Betreuerin Sabine Hofmann, zum Gespräch mit Schülern in die Viktor-Karell-Realschule eingeladen. Drei Klassen der neunten und zehnten Jahrgangsstufe warteten im Mehrzweckraum der Schule gespannt auf das Treffen mit den Flüchtlingen. Für die meisten war es der erste Kontakt. Die Gäste nahmen zusammen mit dem Zweiten Konrektor Alfred Heinz, der die Veranstaltung organisiert hatte, Platz am Podiumstisch. Doch schon nach kurzer Zeit war klar, dass es keine trockene Diskussion geben würde, sondern ein lebhaftes Plaudern in angenehmer Atmosphäre.

 

Wie gefällt es euch in Deutschland? Was ist euer Lieblingsessen? Welchen Berufswunsch habt ihr? Nach den ersten Standardfragen, die die beiden afghanischen Jugendlichen in gutem Deutsch und geduldig beantworteten, kam man schnell zu Persönlichem. Ob die Entscheidung schwer gefallen sei, die Familie zu verlassen, wollte eine Schülerin wissen. Auch die genauen Umstände und Wege der Flucht waren von Interesse.

 

Nachdenklich wurden die jungen Afghanen, als gefragt wurde, ob sie Angst vor Deutschland gehabt hätten. Auf die Verneinung folgte ein bemerkenswert erwachsener Nachsatz. Leider hätten aber manche Deutschen Angst vor Ausländern. Und der ältere der beiden Flüchtlinge zog einen beeindruckenden Vergleich: „Wir alle haben eine Hand, doch die Finger sind nicht gleich. Und auch Ausländer sind nicht alle gleich.“

 

Gegen Ende des Treffens sangen die jugendlichen Gäste zunächst ein afghanisches Lied und dann zusammen mit den Realschülern den Song „Atemlos“ von Helene Fischer. Zum Schluss luden die jungen Afghanen ihre neuen Freunde zu einem Gegenbesuch in ihre Unterkunft ein.

 

Podiumsdiskussion mit jugendlichen Flüchtlingen: Die Realschüler hatten großes Interesse an Informationen aus erster Hand.

 

Von Kindern – für Kinder

Die Klasse 6 b der Viktor-Karell-Realschule spendet an den Kinderschutzbund Landau

Landau. „Meine Oma hat schon oft an den Kinderschutzbund gespendet, so bin ich auf die Idee gekommen“, berichtete Klassensprecherin Franziska Arbinger von der Klasse 6 b der Viktor-Karell-Realschule. Von Zuhause brachten die Schüler Spielsachen, Plüschtiere und Kinderbekleidung mit in die Schule und sammelten klassenintern. Am Freitagvormittag übergaben die Organisatoren zwei große volle Schachteln an den Kinderschutzbund Ortsverband Landau. Vorsitzende Gaby Deingruber bedankte sich im Namen der bedürftigen Familien und freute sich vor allem über das Engagement der Sechstklässler. In Absprache mit Klassenleiter Matthias Hanauer besucht die Vorsitzende die Klasse im Unterricht und referiert zu einem späteren Zeitpunkt über den Kinderschutzbund und dessen Aufgaben und ehrenamtlichen Tätigkeiten. „Solche Aktionen können wir immer wieder durchführen, das muss nicht unbedingt die Weihnachtszeit sein“, gab der Klassenleiter in Aussicht, seine Schüler weiter zu unterstützen.

Die Schüler der Klasse 6 b mit Klassensprecherin Franziska Arbinger (vorne 2.v.l.) und Klassenleiter Matthias Haunauer (links) übergaben die Spende an Kinderschutzbund-Vorsitzende Gaby Deingruber (2.v.r.).

Mit Spionen zum Schulsieg

Vorlesewettbewerb der sechsten Realschulklassen

Landau. „Lesefieber“ - Unter diesem Motto läuft der 57. Vorlesewettbewerb, der alljährlich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ausgerichtet wird. Auch die Viktor-Karell-Realschule beteiligt sich wieder an Deutschlands größtem Vorlese-Fest, an dem bundesweit über 600.000 Kinder aus 7500 Schulen teilnehmen. Bereits im November wurden an der Schule in allen vier sechsten Klassen die besten Vorleser ermittelt.

Am Donnerstag vergangener Woche war es dann so weit: Die Klassensieger, dieses Mal ausnahmslos Mädchen, traten im zweistündigen Schulentscheid gegeneinander an und entführten die Zuhörer in spannende Lesewelten. Lorena Paleczek (6a), Raphaela Bauer (6b), Lena Kühbeck (6c) und Lucy Nieganger (6d) lasen im mit vielen Büchern, Plakaten und Adventlichem dekorierten Mehrzweckraum zunächst aus einem selbst gewählten Buch vor. Realschuldirektor Robert Taitsch ermunterte die anwesenden Jungen in seiner Begrüßung mit einem Augenzwinkern angesichts der reinen Damenriege der Finalrunde, sich beim Lesen in Zukunft besser anzustrengen. Danach betonte er die Wichtigkeit der Leseförderung und lobte die Teilnehmerinnen für ihren Mut, in der Öffentlichkeit aufzutreten. Die Jury bestand aus den vier Deutschlehrinnen der sechsten Klassen und der Elternbeiratsvorsitzenden Claudia Streifeneder. Die Buchvorstellungen und ausgesuchten Textstellen wurden nach anfänglicher Nervosität souverän vorgetragen. Die Palette der Titel reichte von „Lola und die einzige Zeugin“ von Isabel Abedi über „Die Spione von Myers Holt - Eine gefährliche Gabe“ von Monica M Vaughan und „Die !!! – Das Geheimnis der alten Villa“ von Henriette Wich bis zu „Das Buch der seltsamen Wünsche“ von Angie Westhoff. Zum Publikum gehörten dabei nicht nur die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6a und 6c, sondern auch Margrit Schuder von „Eltern aktiv“, die in der Beratungszeit der Jury als Vorleserin für die Jugendlichen fungierte.

Anschließend mussten die vier Mädchen ihr Können in umgekehrter Reihenfolge an einem unbekannten Text vor den Klassen 6b und 6d unter Beweis stellen. Gelesen wurde aus dem Buch „Der Sommer, in dem wir alle über Bord gingen“ der Autorin Beate Dölling, das vom Cactus Buchladen gestiftet worden war. Dabei wurde schnell klar, dass ein Fremdtext eine besondere Anforderung an die Vorleserinnen stellt. Während die engagierte Mutter den Sechstklässlern weiter aus „Die Spione von Myers Holt“ vorlas, zog sich die Jury zur Entscheidung zurück. Mit den Bewertungskriterien Lesetechnik, Textgestaltung und Textverständnis, für die jeweils maximal je fünf Punkte vergeben werden durften, wurde Raphaela Bauer Schulsiegerin und darf die Realschule in einigen Wochen beim Kreisentscheid vertreten. Ganz knapp darauf folgte die Zweitplazierte Lorena Paleczek, Platz drei und vier gingen an Lucy Niefanger und Lena Kühbeck. Die „Stockerlplätze“ ehrte Claudia Streifeneder mit gestaffelten Büchergutscheinen und Schulleiter Robert Taitsch gratulierte allen Teilnehmerinnen zu ihren Leseleistungen. Zum Schluss überreichten die Organisatorinnen des Wettbewerbs Andrea Bäumer und Britta Kühbeck noch verschieden große Nikoläuse und schlossen die Veranstaltung mit dem Hinweis auf die gut bestückte Schülerbücherei.

Siegerehrung im Vorlesewettbewerb: Schulsiegerin Raphaela Bauer (sitzend) zusammen

 

mit Vizesiegerin Lorena Paleczek, Lucy Niefanger (Platz drei) und der Viertplazierten Lena Kühbeck. Mit im Bild Realschuldirektor Robert Taitsch, Elternbeiratsvorsitzende Claudia Streifeneder, Britta Kühbeck, Margrit Schuder und Andrea Bäumer (jeweils von rechts).

Hygiene zum Schutz des Verbrauchers

Lebensmittelkontrolleur berichtete an der Landauer Realschule aus der Praxis

Landau. Vor kurzem hielt ein Lebensmittelkontrolleur des Landratsamtes, Martin Fuchs, einen Informationsvortrag für Schülerinnen und Schülern der Klassen 8e und 10e der Viktor-Karell-Realschule. Diese befassen sich im Rahmen des Prüfungsfaches Haushalt und Ernährung mit dem Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch, kurz LFGB.

Der Referent ging im ersten Teil auf die vier Aufgaben des Gesetzes ein. Es beinhaltet Schutz vor Gesundheitsgefährdung, Schutz vor Täuschung, sachgerechte Information und regelt die Lebensmittelüberwachung. Im Auftrag dieses Gesetzes werden unter anderem auch Genussmittel, Alkohol, Kosmetika, Tabakerzeugnisse, Arzneimittel und sogar Tiernahrung überwacht. In seinen Ausführungen ging der Fachmann auch kurz auf den jüngsten Lebensmittelskandal von Bayern-Ei ein.

Im zweiten Teil berichtete Fuchs über seine Tätigkeit vor Ort. Lebensmittelkontrolleure leisten eine wertvolle Aufgabe. Bei der Überprüfung der lebensmittelverarbeitenden Betriebe, der Gastronomie, der Kantinen und Lebensmittelgeschäfte überwachen sie verschiedene Bereiche. Fuchs forderte seine Zuhörer auf, sich zu überlegen, was wohl besonders unter die Lupe genommen wird. Da im Praxisunterricht Hygieneregeln eingehalten werden müssen, konnten die Teenager die sensiblen Bereiche nennen. So würde Fuchs sicher die Räumlichkeiten, Maschinen, sanitäre Anlagen, Kühlung und besonders auch die Abfallbeseitigung begutachten.

In der anschaulichen Präsentation wurden Fotos gezeigt, welche darstellten, dass die Vorschriften nicht immer beachtet werden. Dass man auch manchmal angelogen wird und der Kontrolleur zum Schutze der Verbraucher konsequent sein und den Betrieb stilllegen muss, wurde deutlich. Die Hygiene des Personals ist ein weiterer Schwerpunkt. Saubere, auskochbare Kleidung, Verzicht auf Schmuck, gründliches Händewaschen sind nicht immer selbstverständlich, aber am leichtesten zu befolgen. Der Angestellte des Landratsamtes hatte zum Sichtbarmachen der Verkeimung auch Abklatschtests dabei. Die Hygienemaßnahmen welche bei der Herstellung von Speisen sowie der Verarbeitung von Lebensmittel getroffen werden müssen, wurden ebenfalls mit Fotos dokumentiert.

Martin Fuchs wusste zu berichten, dass mancher Wirt oder Besitzer mancher Imbissbuden nach Feststellung der Mängel nicht reagiert und es in seltenen Fällen sogar zu einer Schließung des Betriebes kommt. In der Regel bleibt es bei einer Verwarnung. Am Schluss der Veranstaltung konnten die Schüler noch Fragen stellen und es wurden noch Abklatschproben von Freundschaftsbändern, Ringen und Händen gemacht, bevor sich eine Schülerin bei dem Referenten mit einer selbst im Unterricht hergestellten Konfitüre im Namen der Klassen bedankte.

Als kleines Dankeschön gab es für den Referenten selbstgemachte Marmelade.

Lions Club finanziert Bau eines Schullabors in Tansania

Landau. Im Sommer dieses Jahres besuchte Erasto Naakule aus Tansania die Viktor-Karell-Realschule Landau. Seit über 30 Jahren verbindet die Realschule und das Katoke Seminar, an dem Erasto Naakule als Priester und Lehrer arbeitet, eine enge Partnerschaft. Neben Vorträgen warb der afrikanische Besuch auch für Spenden zur Einrichtung eines Chemielabors. Umgerechnet 5500 Euro wurden für die Ausstattung des neuen Fachraums in Katoke veranschlagt. Um dies zu erreichen, versuchten Dritte Welt e.V. Mitglied und Begründer der Schulpartnerschaft Johann Duschl sowie Realschullehrer Josef Plank mit einer Spendenaktion das nötige „Kleingeld“ zu bekommen. In kurzer Zeit sammelten sie durch verschiedene Aktionen 2500 Euro. Dabei wurde auch der Lions Club Dingolfing-Landau angeschrieben, der sich schon in vielen sozialen Projekten engagiert. Die Vorstandschaft um Präsident Herbert Schramm zeigte sich begeistert von den Ideen des tansanianischen Besuchs und stellte zur Überraschung 3000 Euro in Aussicht. Die Freude war im Herbst groß, als der positive Bescheid durch den Lions Club kam. „Es ist unglaublich, für unsere Schüler ergeben sich dadurch ganz viele Möglichkeiten. Wir haben jetzt eines der besten Labors in der Region“, so Erasto Naakule, der bis heute in wöchentlichem Kontakt mit Josef Plank steht. Mit dem Geld wurden nun Chemikalien, Apparaturen, Tafeln, Schulbücher, Regale und Tische angeschafft sowie die Wasserversorgung und Stromleitung verbessert. Erasto Naakule bedankte sich herzlich beim Lionsclub Dingolfing-Landau, der es sich zur Aufgabe macht, hilfsbedürftige Menschen und Projekte innerhalb unseres Landkreises, sowie örtliche und internationale Organisationen nach dem Leitspruch „we serve“ zu unterstützen. Um auch den armen Familien in Tansania Gutes zu tun und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen, findet an der Realschule in der Vorweihnachtszeit die beliebte Spendenaktion „Lesen für Tansania“ statt.



(von links) Johann Duschl, Dritte Welt Landau e.V. und Realschullehrer a. D., Lions Club Präsident Herbert Schramm, Schulleiter Robert Taitsch und Betreuungslehrer der Partnerschule Josef Plank bei der Scheckübergabe in der Realschule

 

Couragiert eingreifen ohne Selbstgefährdung

Workshop „Zivilcourage“ für Realschüler

Landau. Wie kann man Gewalt entgegentreten? Ist unterlassene Hilfeleistung strafbar? Was ist Notwehr? Wie kann man Opfer couragiert unterstützen? Mit diesen Fragen setzten sich alle fünf neunten Klassen der Viktor-Karell-Realschule im Rahmen des Workshops „Zivilcourage“ auseinander. Fachkundig unterstützt wurden die Jugendlichen von den Präventionsbeamten der Polizei, Ingrid Woller (Wörth), Christian Schuster (Landau), sowie Konrad Stöger (Dingolfing).

Die Referenten erarbeiteten mit den Schülern anhand von Filmsequenzen und praktischen Übungen in Gruppenarbeit Handlungsstrategien zum couragierten Helfen und Eingreifen in Gewaltsituationen. Dabei wurden die Vor- und Nachteile der jeweiligen Handlungsmöglichkeiten herausgearbeitet und auch das Risiko der Selbstgefährdung diskutiert.

Weiterhin boten Rollenspiele den Teilnehmern die Möglichkeit, an konkreten Beispielen Verhaltensweisen von Opfern und Tätern zu analysieren und entsprechendes Handeln in Konfliktsituationen zu erproben. Auch theoretische Hintergrundinformationen zu rechtlichen Grundlagen wurden vermittelt. Begriffe wie „Notwehr“ oder „unterlassene Hilfeleistung“ und die damit zusammenhängenden zivilrechtlichen Rahmenbedingungen wurden genau erläutert.

Immer wieder stand die Frage im Raum: „Warum schauen Menschen, wenn jemand in Not ist, dennoch oft weg?“ Angst und Unsicherheit im Umgang mit ungewohnten Gewaltsituationen spielen dabei eine große Rolle. Den Referenten gelang es, durch ihr großes Engagement diese Unsicherheit in eine Einstellung umzuwandeln, die geprägt ist vom bewussten Hinschauen und couragiertem Eintreten für andere und zwar jeder nach seinen Möglichkeiten. Alle beteiligten Schüler arbeiteten begeistert mit und fanden die Thematik sehr wichtig für ihre persönliche Zukunft.

Workshop Zivilcourage: Ingrid Woller und Christian Schuster arbeiten mit der Klasse 9 b.

 

Kleine Freude bereiten

Realschüler spendeten Päckchen für Flüchtlingskinder

Landau. Das christliche Weihnachten ist ein Fest der Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe. Diesen Gedanken setzte die Landauer Realschule um und startete eine Weihnachtspäckchenaktion für die Flüchtlingskinder. Initiiert wurde diese durch den Zweiten Konrektor, Alfred Heinz, der in Kontakt mit den Flüchtlingsunterkünften in Landau steht. Zusammen mit der ehrenamtlichen Helferin Mirka Schneller entwarf er Geschenkvorschläge nach Altersgruppen unterteilt. Dabei sollte nicht der Wert im Vordergrund stehen, sondern die Geste. Den Flüchtlingskindern, die teils Schreckliches erlebt haben, sollte eine kleine Freude bereitet werden, um kurz dem Alltag entfliehen zu können. Für die Kleinkinder ein Malbuch, Stofftiere oder Handschuhe, für die Größeren Hygieneartikel, Schmuck oder Unterwäsche. Das sind nur Beispiele dafür, wie man mit wenig Geldeinsatz viel Freude bereiten kann. Unter der Mithilfe der SMV mit ihren Schülersprechern und Verbindungslehrkräften wurden die 66 von den Schülerinnen und Schülern gespendeten, mit Geschenkpapier eingewickelten Pakete in dieser Woche in die Landauer Notfallunterkunft gebracht. Koordinatorin Andrea Kerscher empfing freudig die „Paketboten“, der syrische Übersetzer Michael Salloum nahm stellvertretend für die Flüchtlinge die Geschenke für die Kinder entgegen.

Weihnachtsfreude für Flüchtlingskinder: Die Abordnung der Landauer Realschule übergab 66 Päckchen, die am 23. Dezember an die Kinder ausgegeben werden. Im Bild die Verbindungslehrkräfte Andrea Bäumer und Josef Plank, die Schülersprecher Elias Zach und Simon Petzenhauser sowie der Zweite Konrektor Alfred Heinz mit der Koordinatorin der Notfallunterkunft Andrea Kerscher und dem Übersetzer Michael Salloum (von links nach rechts).

Robotik an der RS Landau

Die Schüler Jona Wolferseder und Jonas Fischer vertraten das Wahlfaches Robotik auf der Ausbildungsmesse 2016.

Weihnachtspäckchen für Flüchtlingskinder

Weihnachtspäckchen für Flüchtlingskinder In der Landauer Notunterkunft leben z. Z. ca. 230 Flüchtlinge, darunter auch zahlreiche Babys und Kleinkinder. Sie haben Schreckliches erlebt! Durch unsere Weihnachtspäckchenaktion wollen wir versuchen, den Flüchtlingen schöne Stunden zu bescheren und ihnen zeigen, dass das christliche Weihnachten ein Fest der Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe ist! Deshalb wäre es eine schöne Geste, die Flüchtlingskinder mit einem Päckchen zu beschenken! Ein Päckchen sollte einen Wert von 5-6 € (bitte nicht mehr) haben! Um den Bedürfnissen der unterschiedlich alten Kinder gerecht zu werden, unterscheiden wir 3 verschiedene Päckchen:

Päckchen für Babys: Rassel, Hygieneartikel, Kuscheltier, Strumpfhose, Body .....

Päckchen für Kleinkind (Junge): Malbuch, Stifte, Stofftier, Spielsachen, Mütze, Socken, Handschuhe, Duschgel, Süßigkeiten, Zahnbürste + Zahncreme Päckchen für Kleinkind (Mädchen): Stofftier, Puppe, Malbuch, Stifte, Spielsachen, Handschuhe, Mütze, Socken, Duschgel, Süßigkeiten Zahnbürste + Zahncreme

Päckchen für Mädchen (9-15 Jahre): Schminkutensilien, Modeschmuck (Ohrringe, Ring...), Unterwäsche

Wenn Dein Geschenk mit neuen bzw. gut erhaltenen Dingen auch Dir Freude bereiten würde, hast Du es gut gemacht!!

Wichtig:

Verpacke Dein Geschenk und klebe einen Zettel darauf für wen das Päckchen gedacht ist: - Baby -Mädchen - Junge -Mädchen (9-15J.) Gib Dein Päckchen bis spätestens 09.12.2015 im SMV-Raum ab!

Der kleine Prinz und Grimms Märchen

Bundesweiter Vorlesetag an der Landauer Realschule

Landau. „Leseförderung erhält unseren Kindern inmitten der Bilderflut, mit der sie aufwachsen, die wunderbare Fähigkeit, selbst Bilder zu erschaffen.“ Unter der Prämisse dieses Zitates der berühmten Jugendbuchautorin Cornelia Funke nahm die Viktor-Karell-Realschule am bundesweiten Vorlesetag teil. In der fünften Jahrgangsstufe fanden sich dafür passende Vorleser. Natürlich ließ es sich Landrat Heinrich Trapp nicht nehmen, in der seit diesem Jahr neu eingerichteten gebundenen Ganztagesklasse vorzulesen. Dem „kleinen Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery folgten die Fünftklässler gespannt im Nebenraum der neugebauten Realschulmensa. Als große Förderer der Realschule wurden auch die Sparkasse und VR Bank eingeladen. Robert Elsberger aus der Marketingabteilung der Sparkasse stellte in der Klasse 5d neben „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe seine liebsten Sachbücher aus seiner Kindheit vor. Torsten Wallner, Leiter der Privatkundenbank der VR Bank, punktete bei den kleinen Zuhörern der 5c mit „Der kleine Hobbit“ von J.R.R. Tolkien, anders als die teils sehr gewalttätigen Kinofilme, ein Kinderbuch. In der 5b übernahm Organisator und Deutschlehrkraft Josef Plank die Patenschaft. Er las im verdunkelten Klassenzimmer Grimms Märchen „Einer der auszog, das Fürchten zu lernen“ vor. Leseförderung wird an der Viktor-Karell-Realschule schon immer großgeschrieben. Neben Vorlesetagen, Wettbewerben, Lesenächten und Büchereibesuchen findet in der Vorweihnachtszeit das beliebte „Lesen für Tansania“ statt, bei dem die Partnerschule der Realschule unterstützt wird.

Lesepaten für die fünften Klassen: Landrat Heinrich Trapp, Robert Elsberger, Torsten Wallner und Josef Plank mit der Ganztagsklasse 5a. Mit im Bild: Fachschaftsleiterin Christine Kiermaier und Konrektor Thomas Lippl.

Lebensart der Bundeshauptstadt

Studienfahrt der Abschlussklassen der Landauer Realschule

Landau. Vergangene Woche fand die Studienfahrt der zehnten Klassen der Viktor-Karell-Realschule nach Berlin statt. Nach einem Zwischenstopp an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze in Mödlareuth und der Ankunft in ihrem Hotel ließen die Jugendlichen gemütlich den Abend am Kurfürstendamm ausklingen, da am nächsten Tag eine Stadtführung durch die Bundeshauptstadt auf dem Plan stand. Die Stadtführer zeigten den Heranwachsenden und ihren Begleitlehrkräften historische Gebäude wie das Brandenburger Tor oder den Berliner Dom. Durch die Stadtrundfahrt, in der auch viel über die Lebensart der heutigen Hauptstädter berichtet wurde, konnten sich die Schülerinnen und Schüler einen näheren Eindruck von der Stadt machen. Danach ging es zum Reichstag, wo die Realschüler mit MdB Max Straubinger unter anderem über die Asylproblematik und die Legalisierung von Cannabis diskutierten. Ein Rundgang durch den Reichstag mit Kuppel durfte dabei natürlich nicht fehlen.

Eine weitere gesetzgebende Institution wurde am nächsten Tag besucht, der Bundesrat. Da nur einige Schülerinnen und Schüler am Planspiel „Gesetzgebung“ teilnehmen konnten, machten die übrigen einen Abstecher zum Bundeslandwirtschafts- und Bundesbildungsministerium. Darauf fuhren alle Klassen zum Stasigefängnis Hohenschönhausen. Dort wurden die Klassen in Gruppen aufgeteilt und durch das ehemalige Gefängnis geführt. Viele der Führer waren selbst einmal Insassen gewesen und konnten erzählen, unter welchen Bedingungen sie hatten leben müssen. Abends stand ein weiteres Highlight auf dem Programm, die Blue Man Group. Am Donnerstag ging die Reise in den Untergrund, in die Berliner Unterwelten, wo die Menschen während des 2. Weltkriegs vor Bombenangriffen mehr oder weniger sicher waren. Man konnte hier auch Gegenstände aus der Kriegszeit betrachten. Bevor die Gruppe ihre Abschlussfahrt in der Schülerdiskothek Matrix ausklingen lassen konnten, hatten die Heranwachsenden einen freien Nachmittag für weitere Besichtigungen oder Einkaufstouren. Etwas wehmütig mussten sich dann am Freitag die Realschülerinnen und Realschülerschüler von Berlin verabschieden, dennoch war die Freude groß, als sie am späten Freitagnachmittag von ihren Angehörigen in die Arme genommen werden konnten.

Ein Stopp am Brandenburger Tor gehörte für die Landauer Abschlussschüler dazu.

 

Von der Rübe zum Glückszucker

Landauer Realschüler auf Betriebserkundung

Landau. Die Klassen 9e und 10e der Wahlpflichtfächergruppe IIIb machten sich kürzlich mit ihren Lehrkräften Ingrid Ast, Melanie Kreidenweis und Michael Malschinger zu einer Besichtigung der Zuckerfabrik auf den Weg nach Plattling. Schon auf der Hinfahrt wählten die Schüler aus sechs verschiedenen Themen Fragen aus, welche sie beantwortet haben wollten. Nach der Sicherheitskontrolle und der Erkundungsfahrt mit dem Bus führten Christiane Koller und Ludwig Zießler die Gruppe durch das Betriebsgelände und standen Rede und Antwort. Vorher wurde noch ein Film über die Geschichte der Zuckerfabrik, die Produktpalette, die Produktion und vieles mehr gezeigt. Die Realschüler erfuhren, dass in Plattling am Tag ca. 16 000 Tonnen Zuckerrüben von 392 Mitarbeitern verarbeitet werden, dass selbst Strom erzeugt wird und nichts von der Zuckerrübe weggeworfen wird.

Am Montag beginnt der Betrieb um 6:00 Uhr morgens und endet am Samstag um 22:00 Uhr. Von der Rübenentladung, dem Waschen, Schnitzeln, der Rohsaftgewinnung, der Reinigung des Rohsaftes, dem Eindampfen zu Dicksaft bis hin zur Kristallisation, wurden alle Arbeitsschritte von Koller und Zießler anschaulich beschrieben und Fragen beantwortet. So erfuhren die Jugendlichen auch, dass beständig in den Betrieb investiert wird. Die Steinwaschtrommel war ein Beispiel dafür. Besonders interessant war, dass in Plattling Ausbildungsberufe wie Industriekauffrau/mann, Elektroniker für Betriebstechnik und Industriemechaniker für die Instandhaltung erlernt werden können. Neun bis zehn junge Leute bekommen jedes Jahr die Chance zur Ausbildung. Dass sich die Mitarbeiter mit dem Betrieb identifizieren und dem Betrieb eine Auszeichnung „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ verliehen haben, war ebenso bemerkenswert.

Die Schüler informierten sich noch über die Produkte, welche in Plattling hergestellt werden. Ein Schüler wollte wissen, ob der Betrieb umweltfreundlich und nachhaltig produziert. Dazu schilderte Zießler, dass selbst das Wasser der Zuckerrübe verwendet wird. Das meiste Wasser wird allerdings der Isar entnommen, aber geklärt zurückgeführt, so dass es danach eine bessere Qualität hat als vor der Entnahme. Wie viele Standorte es gibt, wurde auch noch gefragt. Koller erklärte, dass es europaweit 29 Fabriken seien. Nach der Führung wurden die Schülerinnen und Schüler noch zu einer Brotzeit eingeladen und mit Glückszucker sowie Broschüren ausgestattet. Vorort bedankten sich Wolfgang Konrad und Simon Petzenhauser je mit einem Glas Konfitüre, welche im Praxisunterricht mit ihren Fachlehrerinnen hergestellt worden war. Dabei betonten diese ausdrücklich, dass man Gelierzucker aus Plattling verwendet hätte. Demnächst wird dann in den Fächern Wirtschaft sowie Haushalt und Ernährung die Betriebsbesichtigung nachbereitet und auch manches Rezept aus den Unterlagen in der Praxis ausprobiert.

Fahrt nach Plattling: Die Landauer Realschüler informierten sich in der Zuckerfabrik über den Betrieb und seine Produkte.

Toleranz und Akzeptanz

Klassensprecherseminar der Landauer Realschule in Oberfranken

Landau. Die Bilder im Nebenraum des Speisesaals verraten es: Hier waren schon politische Größen wie Angela Merkel und Horst Seehofer zu Gast. Letzte Woche durften sich auch die Klassensprecherinnen und Klassensprecher der Viktor-Karell-Realschule zu diesem erlauchten Kreis zählen. Denn im Bildungszentrum Kloster Banz in Oberfranken trafen sich die Realschüler zu ihrem alljährlichen Klassensprecherseminar. Das Thema lautete dieses Mal „Verantwortung übernehmen“. Denn durch die Wahl zum Klassensprecher haben die Schülerinnen und Schüler ein verantwortungsvolles Ehrenamt angetreten. Oft genug fühlen sich Schüler dabei alleingelassen und überfordert. Die Erwartungen der Mitschüler, der Lehrkräfte, der Eltern und nicht zuletzt die Erwartungen an sich selbst sind hoch. Deshalb stellten sich 51 Schülerinnen und Schüler mit ihren Verbindungslehrkräften Andrea Bäumer und Josef Plank der Herausforderung, mit diesem Seminar ihr Amt mit Freude und Kompetenz erfüllen zu können.

Dazu wurden die externen Referenten Anna Hoffmann, Soziologin und Outdoortrainerin, und Markus Huf, Diplom-Betriebswirt, Outdoortrainer und systemischer Berater, eingeladen.

Banz wurde 1070 als Benediktiner-Abtei gegründet und war bis zur Säkularisation 1803 das älteste Kloster am Obermain, 1978 wurde es von der Hanns-Seidel-Stiftung gekauft. An diesem geschichtsträchtigen Ort staunten die Heranwachsenden nicht schlecht, wie komfortabel eine Klassenfahrt, die großzügig von der SMV bezuschusst wurde, sein kann: Vollpension mit Bedienung, Hallenbad und Saunabereich. Im Mittelpunkt stand aber natürlich sich fortzubilden. So wurden am ersten Tag teambildende Maßnahmen angesprochen. Außerdem lernten sich die Teilnehmer untereinander besser kennen. Der zweite Tag stand im Zeichen „Wir als SMV“. Die Jugendlichen erarbeiteten ein Programm, das als Leitlinie für die künftige Arbeit als Klassensprecher fungieren soll. Zentrale Punkte sind „Toleranz“ und „Akzeptanz“ Unter diesem Motto sammelten die Teilnehmer viele wichtige Grundsätze. Neben „Wir lassen andere ausreden“, „Jeder ist gleich viel wert“ oder „Wir unterstützen uns gegenseitig“ wurde auch der Umgang mit eigenen Fehlern und Schwächen sowie die Reaktion anderer darauf angesprochen. Zudem nahmen sich die Landauer Realschüler vor, die Klassengemeinschaft stärker in Entscheidungen der SMV miteinzubeziehen. Zum Abschluss der Fahrt wendeten die Schülerinnen und Schüler unter der Anleitung ihrer Schülersprecher Wolfgang Konrad, Simon Petzenhauser und Elias Zach das Erlernte an konkreten Beispielen an. So sollen Schul-T-Shirts gestaltet, ein Obsttag eingeführt und eine Schuldisko geplant werden. Auch soll die Vorstellung der einzelnen Wahlpflichtfächergruppen in der sechsten Jahrgangsstufe umgestaltet werden. Damit ist aber das Klassensprecherseminar nicht abgeschlossen, denn das Programm und die erhaltenen Tipps zur Arbeit als Klassensprecher sollen in den kommenden Wochen und Monaten weiter vertieft werden.

Drei Tage im Kloster Banz: Die Klassensprecherinnen und Klassensprecher der Realschule Landau.

Ein Freund meint es gut mit Dir

Podiumsdiskussion für die achten Klassen der Landauer Realschule

Landau. Am Montag wurde im Rahmen der Gesundheitswoche an der Viktor-Karell-Realschule eine interessante Podiumsdiskussion für alle Schüler der achten Jahrgangsstufe durchgeführt. Paul Schulz vom Kreuzbund, trockener Alkoholiker, Uschi Vogginger, zuständig für die Alkohol und Drogenberatung im Landratsamt Dingolfing-Landau, und Josef Beer, Vorsitzender der Verkehrswacht Landau, machten deutlich, dass der Weg vom Alkoholgenuss zum Alkoholmissbrauch meist schleichend von statten geht.

Paul Schulz schilderte seinen Weg in die und aus der Sucht. Über viele Jahre steigerte er seinen Bierkonsum, bis er nicht mehr aufhören konnte und abhängig wurde. Er selbst war dabei der Meinung, er könne nicht abhängig sein, da er ja viel „vertrug“. Seine Schwägerin war schließlich die erste, die ihm ins Gesicht sagte, dass er Alkoholiker sei. Schulz verleugnete hier aber noch seine Sucht. Erst ein Jahr später, seine Frau zeigte ihm einen Zeitungsartikel über Alkoholsucht und seine Schwägerin sprach ihn abermals an, konnte er sich allmählich das Problem eingestehen. Aber erst, als er so alkoholkrank war, dass sein Körper versagte und seine Frau ihn vor die Entscheidung stellte, der Alkohol oder sie, erst dann war er bereit zu handeln. Der Weg heraus aus der Sucht das war ein langer schwieriger Weg. Zuerst suchte er das Gespräch mit den Kreuzbundmitgliedern. Diese machten ihm seine ganze Situation deutlich. Er war entschlossen trockener Alkoholiker zu werden. Das erste Wochenende, an dem er ohne Alkohol auskam, machte ihn stolz. Eine Therapie, bei der er ein halbes Jahr von zu Hause weg war, begleitet von Uschi Vogginger, sowie seine Familie helfen ihm bis heute dem Alkohol zu widersagen. In der Selbsthilfegruppe wird die Sucht angegangen. Paul Schulz gibt zu bedenken: „Der Alkohol ist ein Alleslöser. Er löst die Familie, er „löst“ das Arbeitsverhältnis, die Gesundheit, den Führerschein und alles. Nur was er nicht löst, sind die Probleme.“ Einen ganz wichtigen Rat möchte er allen geben: „Trinke nie regelmäßig!“

Danach kam Uschi Vogginger zu Wort. Als Einstieg beschrieb sie ihre Klienten. Es kommen Menschen von 14 Jahren bis ins hohe Alter zu ihr und suchen Hilfe. Nicht immer sind es selbst Betroffene, manchmal kommen auch Angehörige, die sehr unter dem Alkoholkonsum ihrer Familienmitglieder leiden. Die Referentin berichtete von den drei Säulen „Beratung“, „Therapie“, „Selbsthilfegruppe“ und machte klar, dass es sich bei einer Alkoholsucht um eine Krankheit handelt. Kranke Menschen benötigen Unterstützung. Sie forderte die Anwesenden zu einem Freundschaftsdienst auf. Sollte man einem jemandem begegnen, bei dem man den Eindruck hat, dass dieser ein Problem mit Alkohol oder Drogen hat, dann sollte man diese Person in einem geeigneten Moment immer wieder ansprechen und ihm auch Hilfe aufzeigen. Dies könnte der Weg vom „nassen“ ins „trockene“ Leben sein. Häufig kommen die Klienten zur kostenfreien Beratungsstelle, weil sie vom Arbeitgeber oder vom Richter eine Auflage bekommen.

Josef Beer berichtete über die Konsequenzen von Alkoholmissbrauch und anschließender Teilnahme im Straßenverkehr. Wichtig ist ihm präventiv tätig zu sein. Ein Leben lang hat man unter Umständen unter den Folgen zu leiden, entweder weil man sich selbst oder schlimmer noch einem anderen Menschen Schaden zugefügt hat. Beer meinte: „Ein unschuldiges Opfer zum Tode zu verurteilen“, diese Schuld lädt man sich eventuell auf, wenn man alkoholisiert Auto fährt. Die Schüler wurden aufgefordert, legale und illegale Drogen sowie Inhalte des Jugendschutzgesetzes zu nennen. Strafverfahren, Bußgeldverfahren, Verlust der Fahrerlaubnis, Führerscheinentzug, hohe Geld- und Freiheitsstrafen sowie hohe finanzielle Belastungen, weil die Versicherung den Schaden nicht bezahlt, können die Folgen sein. Der Vorsitzende der Verkehrswacht zeigte Schritt für Schritt die rechtlichen Folgen von Fahrten mit den einzelnen Blutalkoholwerten auf. Er warnte auch davor, jeden Tag Alkohol zu trinken, da man so sehr leicht zum Alkoholiker werden kann. Er verwies besonders darauf, dass derjenige kein Freund sei, der einem 14-Jährigen Bier oder Zigaretten holt. Ein Freund ist, der diesem Wunsch nicht nachkommt und auf die Suchtgefahr hinweist.

Die Schüler und anwesende Lehrkräfte nutzten die Gelegenheit Fragen zu stellen. Es gab für die Referenten einen kräftigen Applaus. Als Dank überreichte Ingrid Ast als Organisatorin der Veranstaltung noch ein kleines Geschenk und bedankte sich im Namen aller.

 

Wieder »MINT-freundliche Schule«

Landauer Realschule wurde erneut ausgezeichnet

Landau. Am Dienstag wurden in Freising 74 Schulen aller Schularten aus Bayern als „MINT-freundliche Schulen“ für ihre Schwerpunktsetzung Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik geehrt. Eine davon ist die Viktor-Karell-Realschule, die zu den 40 Schulen gehört, die sich erfolgreich zum zweiten Mal um den Titel beworben hatten.

Die Ehrung der Schulen steht unter der Schirmherrschaft des Kultusministers Dr. Ludwig Spaenle sowie der Kultusministerkonferenz. Thomas Sattelberger, Vorsitzender der wirtschaftsnahen Bildungsinitiative „MINT Zukunft schaffen“ (auf dem Bild rechts) lobte das Engagement der Landauer Realschule: „Die ganze Schulgemeinschaft, ihre Lehrkräfte, Eltern, Schüler und Partnerunternehmen sind bemüht, junge Menschen für berufliche MINT-Perspektiven zu gewinnen, ihre Potenziale zu wecken und ihnen ihre Aufstiegschancen aufzuzeigen – unabhängig von Herkunft und Geschlecht.“

Geschäftsführer Dr. Christof Prechtl, Leiter Abteilung Bildung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, erklärte: „Die bayerische Wirtschaft braucht hochqualifizierte MINT-Nachwuchskräfte. Bereits im Jahr 2020 werden mehr als 230.000 Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt in Bayern fehlen. Um diesem Mangel entgegen zu wirken, benötigen wir schon in den Schulen Programme, die früh die Begeisterung junger Menschen für Technik fördern. Die MINT-freundlichen Schulen beweisen, dass sie die MINT-Fächer besonders im Blick haben und sich für den MINT-Nachwuchs engagieren.“

Die „MINT-freundlichen Schulen“ werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Bundesweite Partner der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Viktor-Karell-Realschule wurde auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlief einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess. Seit einigen Jahren hat sie sich mit einer großen Vielfalt an Aktivitäten, u. a. Forscherklassen, Girls‘ Day Akademie für Mädchen oder Robotik als MINT-freundliche Schule etabliert. Auf der Homepage der Schule gibt es ständig aktuelle Informationen zu diesem Thema. 

Wieder MINT-freundliche Schule: Schulleiter Robert Taitsch (2. von rechts), MINT-Beauftragter Matthias Hanauer (2. von links) und Schülerin Cheredade Stangl nahmen in Freising die Auszeichnung für die Landauer Realschule entgegen.

 

Wandern und Golfen

Achtklässler der Landauer Realschule beim Schnuppertraining

Landau. Den Herbstwandertag nutzte die Klasse 8a der Viktor-Karell-Realschule, um die für sie fremde Sportart Golf auszuprobieren. Nach der Wanderung zum Golfpark in Rappach durften die 22 Schüler und Schülerinnen ein Schnuppertraining absolvieren. Andreas Sagerer, Golf-Professional aus Ruhmannsfelden, erklärte den Jugendlichen zunächst die unterschiedlichen Schlägerarten und anderen Ausrüstungsgegenstände. Nach einigen Sicherheitsbelehrungen zum richtigen Verhalten auf dem edlen Grün ging es dann zur ersten praktischen Übung, dem „Putten“ genannten Einlochen des Balls. Viele Schüler waren erstaunt, dass bei dieser Technik eher wenig Körpereinsatz, aber dafür viel Konzentration und Gefühl gefordert ist. Die nächste Station, der Annäherungsschlag oder in der Golfersprache „Chippen und Pitchen“, war durch Sportberichte im Fernsehen schon vertrauter. Doch auch hierbei zeigte sich, dass sehr viel Übung nötig ist, um zuverlässig den Ball zu treffen und nicht den Rasen, damit der Ball nahe an die Fahne fliegt. Zum Schluss durften die Achtklässler noch Abschlagen, was allen den meisten Spaß machte. Die Golfstunde ging leider viel zu schnell zu Ende, aber über den interessanten Einblick in diese Sportart wurde auf dem Rückweg zur Schule noch viel gesprochen.

Schnuppertraining in Rappach: Golf-Professional Andreas Sagerer führte die Klasse 8a der Landauer Realschule in die Sportart Golf ein.

Mehr Schüler, mehr Lehrer

Realschule bietet ein breites Unterrichtsspektrum

 

Landau. Über eine weiterhin sehr gute Lehrerversorgung kann sich die Viktor-Karell-Realschule bei ansteigender Schülerzahl in diesem Schuljahr freuen. Das Kollegium wurde durch sieben neue Lehrkräfte ergänzt. Dadurch kann für die 727 Schülerinnen und Schüler über den Pflichtunterricht hinaus ein besonders breites Spektrum an Wahl- und Förderunterricht angeboten werden. Ausgewählt werden kann aus einer Vielzahl von musikalischen Aktivitäten von Schulband, Chor und Instrumentalmusik. Daneben gibt es die Möglichkeit sich in Licht- und Tontechnik, bei der Schülerzeitung, dem Schulradio und dem Schultheater zu engagieren. Zu den zahlreichen Angeboten im naturwissenschaftlichen Bereich gehören die Girls‘ Day Akademie, Robotik, Forscherklassen und Schüler experimentieren. Sportlich Interessierten wird ein differenziertes Sportprogramm geboten und Wissenslücken in den Hauptfächern können mit Förderstunden gefüllt werden. Auch die 24 Schülerinnen und Schüler der erstmals eingerichteten gebundenen Ganztagsklasse 5a sind bestens versorgt. Die für den Ganztag neu geschaffenen und modern ausgestatteten Unterrichtsräume sowie eine einladende Mensa stehen rechtzeitig zum Schulbeginn zur Verfügung.

 

Neu im Lehrerkollegium der Landauer Realschule: Andrea Hetzenecker, Melanie Kreidenweis, Maria Rahbauer, Stefan Löw, Michaela Hartmann, Susanne Hallhuber und Christina Knischeck (von links) mit Schulleiter Robert Taitsch (rechts) und den beiden Konrektoren Thomas Lippl und Alfred Heinz.

Erstmals gebundene Ganztagsklasse

Informationsabend zum Übertritt an die Realschule

 

Landau. Eltern, die ihr Kind für das nächste Schuljahr an der Staatlichen Realschule anmelden wollen, erhalten am Dienstag, 24. Februar 2015, ausführliche Informationen zum Übertritt hinsichtlich Aufnahmebedingungen, Anmeldeformalitäten und Probeunterricht sowie zu Anforderungen, Ausbildungsmöglichkeiten und beruflichen Perspektiven der Realschule. Darüber hinaus stellen wir allen Besuchern unser pädagogisches Konzept der erstmals an der Realschule Landau angebotenen gebundenen Ganztagsklasse vor. Eine Führung durch das Schulgebäude schließt sich an. Alle interessierten Eltern haben außerdem die Gelegenheit, unseren Neubau mit allen speziell für die Ganztagsklasse eingerichteten Räumen einschließlich Mensa zu besichtigen. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr in der Aula. Der Übertritt in die 5. Jahrgangsstufe der Realschule ist möglich für Schülerinnen und Schüler aus der 4. Klasse Grundschule und der 5. Klasse Mittelschule.

 

 

Im Erdgeschoss des Neubaus befinden sich die Räume der gebundenen Ganztagsklasse sowie eine Mensa.

Realschule der Zukunft

Landau. Die Viktor-Karell-Realschule wird fit gemacht für die Zukunft. Und die besteht vor allem in Ganztagesschule und Mittagsbetreuung. Bevor es damit los-gehen kann, muss aber erst Platz geschaffen werden – durch den Abriss der alten Turnhalle. Die Arbeiten haben am Montag begonnen, am Donnerstag haben Vertreter von Landkreis, Schule so-wie Architekten und Firmen die Baustelle besichtigt. Bis zum Schuljahresbeginn 2015/2016 soll anstelle der alten Halle ein moderner Anbau mit unter anderem Mensa, Raum für eine bereits genehmigte gebundene Ganztagesklasse sowie Lehrerzimmer und Verwaltung entstehen. Kosten: knapp 5,2 Millionen Euro. Dazu kommen noch Umbauten in den bestehenden Schulgebäuden, denn der dort freiwerdende Platz soll für drei neue Klassenzimmer und einen Biologiesaal genutzt werden. Einziger Wermutstropfen: Der Abriss hätte bereits in den Sommerferien über die Bühne gehen sollen, doch die Freigabe durch die Regierung war erst Mitte September im Landratsamt eingegangen. Die lärmintensive Arbeit wurde deshalb in die Herbstferien verschoben. − tom/Foto: Maile

 

Quelle: „Landauer Neue Presse“

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